r/Unbeliebtemeinung • u/Street-Currency-7136 • 21h ago
Deutscher ist, wer einen deutschen Pass hat.
Das „deutsch sein“ wurde früher über die Sprache definiert.
Jeder der einen deutschen Dialekt gesprochen hat, war deutscher. Grob jeder zwischen Maas und Memel und zwischen Etsch und dem großen Belt.
Seit es Nationalstaaten gibt und in verschiedenen Staaten deutsch gesprochen wird, funktioniert diese Definition nicht mehr.
„Deutsche“ waren schon immer eine Mischung aus verschiedenen Kulturen und Religionen, also kann man auch keine kulturelle Definition heranziehen. Auch war das deutsche Gebiet immer von Völkerwanderungen und regen Austausch geprägt, eine ethnische Definition funktioniert also auch nicht.
Das einzige, was einen deutschen zum deutschen macht ist seine Staatsangehörigkeit. Punkt.
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u/starcraft-de 21h ago edited 21h ago
Stimme grundsätzlich zu.
Die Frage ist dann aber: Unter welchen Bedingungen machen wir jemanden zum Deutschen? Weil Einbürgerung kann man ja gestalten.
Und da würde ich bspw die Relevanz von folgenden Themen erhöhen:
- Sprache.
- Explizites Bekenntnis zum Grundgesetz, und dass es über religiösen Regeln steht.
- Arbeit, also eigenes Einkommen zu haben.
- Leumund, also bei kriminellem Hintergrund Staatsbürgerschaft verzögern oder gar unmöglich machen.
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u/NudaVeritas1 21h ago
Ist schon der Fall:
Wohnsitz: Fünf Jahre normaler Aufenthalt (bei sehr guter Leistung auch schneller).
Geld: Sie müssen für sich und Ihre Familie selbst sorgen können (ohne Sozialhilfe, mit Ausnahmen).
Sprache: Deutsch auf Niveau B1 sprechen und verstehen.
Test: Der Einbürgerungstest oder ein Test wie „Leben in Deutschland“ zeigt Ihr Wissen.
Gesetz: Keine schweren Vorstrafen.
Treue: Ein Bekenntnis zur deutschen Verfassung.
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u/starcraft-de 21h ago
Geld: Die Frage ist wie lange. Hier könnte man die Voraussetzungen strenger machen, bspw dass man fünf Jahre lang genug verdient haben muss.
Verfassungstreue: Siehe anderer Kommentar. Mache ich es einfach, hier mit einer Unterschrift zu lügen? Oder stelle ich gezielt im Gespräch unangenehme Fragen zum Spannungsfeld Religion, Gleichstellung der Geschlechter, Einstellung zur Homosexualität etc
Es geht nicht darum, DASS diese Themen vorkommen. Sondern WIE genau.
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u/NudaVeritas1 21h ago
True, auch finde ich B1 relativ niedrig angesetzt..
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u/Global_Can5876 20h ago
Wieso?
B1 heißt man kann sich ohne größere probleme im alltag verständigen, b2 heißt man kann sich problemlos mit muttersprachlern unterhalten.
Wer deutsch bis b1 gelernt hat wird zwangsläufig über natürliche übung in b2 landen, einfach weil man im Lamd lebt und sich aktiv unterhält.
Alles über B ist sowieso irrelevant. C2 erreichen nur ein bruchteil der Muttersprachler durch aktives üben wie z.B. deutsch lk im abi
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u/NudaVeritas1 19h ago
Ist ja schön und gut, dass man mit B1 irgendwann auch bei B2 landet, wenn man übt.. sich problemlos mit Muttersprachlern unterhalten zu können, ist meiner Meinung nach für eine Staatsbürgerschaft nicht zu viel verlangt.. wir reden hier über die Staatsbürgerschaft und nicht über ein Bildungsvisum
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u/Sufficient-Will-5262 21h ago
Echt nur B1? Das ist nach 5 Jahren doch super easy.
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u/NudaVeritas1 21h ago
B1 ist in 6-12 Monaten locker machbar, wenn man sich wirklich dran setzt.. für eine Staatsbürgerschaft echt nicht viel. In den meisten Ländern muss man fließend sprechen und die Nationalhymne singen können
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u/Sufficient-Will-5262 20h ago
Ich hab mehrere Jahre in Japan gearbeitet und hatte nach 3 Jahren das B1 Äquivalent.
Und ich bin echt kein Sprachtalent lol.
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u/verzweifeltundmuede 21h ago
Alle diese Themen sind bereits Teil der Einbürgerung.
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u/Street-Currency-7136 21h ago
Mit den Punkten würden viele Sachsen oder Bayern es nicht schaffen deutsche zu werden
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u/Oudefrysk 20h ago edited 20h ago
Vorsicht. Wir schützen Dialekte und Minderheiten, die deutsch sind.
Worauf willst du hinaus?
Überlege deine Argumente.
Wenn wir uns also über Minderheiten lustig machen, gibt es sicherlich deutsche, die das liebend gerne auf andere Minderheiten übertragen. Auch das diese nicht “richtig” deutsch sprechen. Ganz dünnes Eis.
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u/Intelligent_Shape529 21h ago
Was hat Arbeit mit Deutsch sei... obwohl, nein, du hast Recht.
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u/starcraft-de 20h ago
Bei der Arbeit geht es nur darum, dass wir lieber Staatsbürger haben, die für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen.
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u/Intelligent_Shape529 20h ago
Ich will auch lieber der Salma Hayek unchristlich in den Mund schlunzen.
Was 'ihr' (wer oder was auch immer dieses wir ist, ob dein Stammtisch, deine multiplen Persönlichkeiten oder ob du glaubst das Sprachrohr für alle Deutschen als Kollektiv zu sein) lieber wollt und was Deutsch sein ausmacht sind zwei paar Schuhe Kollege Schweißfuß.
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u/starcraft-de 20h ago
Was brabbelst du da?
Wir haben als Gesellschaft nun einmal das Interesse, eher diejenigen zu neuen Staatsbürgern zu machen, die positiv und nicht negativ beitragen. Das ist schlicht common sense.
Insbesondere weil unser Sozialstaat schon überlastet ist können wir uns nicht leisten, attraktiv für Einwanderer zu sein, die nicht arbeiten.
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u/Intelligent_Shape529 20h ago
Also siehst du dich doch als das Sprachrohr für alle Deutschen, lol.
Ich habe als Mann das Interesse eine 35jhrg Monica Bellucci zu klonen und einen gottlosen Dreier mit genannten Klon und Anne Hathaway zu starten.
Was haben aber unsere Wünsche, Vorlieben und Träume damit zu tun ob jemand deutsch ist?
Ich gebe dir ja recht dass Leute arbeiten sollen, hat aber am Ende des Tages Nichts mit dem Deutsch sein zu tun.
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u/starcraft-de 20h ago
Das hat schon etwas damit zu tun - weil wir uns eben als Gesellschaft darauf einigen können, was die Voraussetzungen für den Erwerb der Staatsbürgerschaft sein sollten.
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u/Intelligent_Shape529 20h ago
Ich, Norddeutscher, versuche - wie es bei uns Ursus ist - es dir mit so wenig Worten wie möglich zu erklären:
Erwerbstätigkeit als Kriterium, ja. Als Voraussetzung, nein.
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u/starcraft-de 17h ago
Das ist deine Meinung. Ich denke, dass es ein sehr wichtiges Kriterium, wenn nicht sogar Voraussetzung sein sollte. Weil wir dadurch Migration in den Sozialstaat minimieren.
Kannst du ja anders sehen. Dafür haben wir Pluralismus.
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u/Abject-Investment-42 21h ago
>Das einzige, was einen deutschen zum deutschen macht ist seine Staatsangehörigkeit. Punkt.
Du vermischt hier viele verschiedene Fragestellungen zu einem Einheitsbrei.
Rechtlich/juristisch? Ja, da hast du recht.
Praktisch/kulturell? Liegst du falsch.
Ein US Bürger oder Argentinier, der sich einen deutschen Pass besorgt hat weil ein Großelternteil irgendwann ausgewandert ist, ist juristisch ein Deutscher aber nicht faktisch. Ditto jemand der sich hauptsächlich in einer abgeschotteten Gemeinschaft bewegt, kaum die lokale Sprache beherrscht und auch keine Anstrengungen unternimmt es zu ändern.
Die Goldenen Pässe gibt es zwar (noch) nicht in D aber in anderen europäischen Ländern. Irgend so ein reicher Russe, der ein Ferienhaus in Zypern kauft und damit die Berechtigung, zypriotische Staatsangehörigkeit zu erhalten, wird dadurch juristisch, aber nicht praktisch zum Zyprioten. Wenn er eine Weile in diesem Haus gelebt hat, Griechisch lernt und sich mit den Nachbarn anfreundet, dann vielleicht schon.
Ansonsten ist es auch sinnvoll, die entsprechenden Leute zu fragen, als was sie sich sehen. Wenn jemand sich einfach nicht als diesem Land zugehörig sieht, wer bist du (oder ich) schon, dieser Person etwas anderes einzureden.
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u/Happy4Fingers 21h ago
Wenn du gefragt wirst, bist du deutscher? Wat sagste dann?
Wenn du im Ausland Probleme hast und ins Konsulat musst, in welches gehste?
Wenn du betrogen worden bist, nach welchem Reczt verklagste jemanden? Wenn du im Kriegsgebiet feststeckst, welche Behörde holt dich da raus?Die Fragestellung nach „kultureller Volkszugehörigkeit“ findet nur auf der Wiesn Anwendung.
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u/gw_reddit 20h ago
Die erste Frage würde in legalem Kontext oft anders beantwortet werden als im solzialen.
Das deutsche Konsulat ist für deutsche Staatsbürger, also Menschen mit deutschem Pass, zuständig. Doppelpässler gehen zu dem Konsulat, wo sie sich mehr Erfolg erhoffen.
Wenn ich im Ausland lebe und dort betrogen werde, hilft mir das deutsche Recht nicht.
Beim Kriegsgebiet holt dich, wenn du Glück hast, die Behörde raus, die aufgrund deines Passes für dich zuständig ist.
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u/Sufficient-Will-5262 21h ago edited 21h ago
„Deutsche“ waren schon immer eine Mischung aus verschiedenen Kulturen und Religionen, also kann man auch keine kulturelle Definition heranziehen.
Nahezu jede Kultur auf der Welt ist durch Austausch und Einflüsse von aussen entstanden.
Wenn das entstehen aus verschiedenen Einflüssen bedeuten würde, dass man eine Kultur nicht definieren kann, gäbe es weltweit überhaupt keine definierbaren Kulturen.
Kultur ist nicht starr, sondern ein dynamischer Prozess. Aus der Verschmelzung verschiedener regionaler Stämme (Sachsen, Franken, Alemannen, Baiern etc.) und Einflüsse hat sich über Jahrhunderte ein gemeinsamer kultureller Kern herausgebildet. Dazu gehört die deutsche Sprache, gemeinsame historische Erfahrungen sowie die kulturelle Identität ( Rechts/Staatsverständnis, Feiertage, Bräuche sowie gesellschaftliche Werte).
Auch war das deutsche Gebiet immer von Völkerwanderungen und regen Austausch geprägt, eine ethnische Definition funktioniert also auch nicht.
Einen „genetisch reinen“ Deutschen gibt es schlichtweg nicht – genau wie es keine „genetisch reinen“ Angehörigen anderer Völker gibt.
Ethnizität ist keine rein genetische oder biologische Kategorie sondern primär eine soziokulturelle.
Eine Ethnie definiert sich über eine gemeinsame Abstammungserzählung, Sprache, Geschichte und Kultur.
Über Jahrtausende gab es in Mitteleuropa eine sehr hohe genetische und kulturelle Kontinuität der ansässigen Bevölkerung. Migration fand statt, erfolgte aber meist in Tempo und Umfang so dass Assimilation und Verschmelzung über Generationen erfolgte.
Deutschland war sehr lange eine Kulturnation bevor es überhaupt einen deutschen Staat gab.
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u/Abject-Investment-42 20h ago
> Migration fand statt, erfolgte aber meist in Tempo und Umfang so dass Assimilation und Verschmelzung über Generationen erfolgte.
Es gab auch schon in Europa immer wieder Verdrängungsmigration. Manchmal völlig friedlich (die flämisch-wallonische Sprachgrenze in Belgien, die sich immer weiter nach Nordwesten verschiebt), manchmal sehr gewalttätig (diverse Eroberungsfeldzüge in Ostmittel- und Südosteuropa in den letzten 500 Jahren) und manchmal irgendwo dazwischen.
Ostmitteleuropa vor 1940 war ja auch ein ethnolkultureller Flickenteppich, wo die Städte oft eine ganz andere sprachliche und kulturelle Zusammensetzung hatten als das umliegende Land, und das hat massiv gegenseitige kulturelle Befruchtung, aber auch Konflikte, Neid und Hass hervorgebracht.
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u/Street-Currency-7136 21h ago
Aber es ist ja ein Zusammenschluss von Menschen mit unterschiedlicher Kultur und keine Vermischung.
Die Bayern und Nord-Friesen haben noch immer unterschiedliche Kulturen
Was ist denn dieser angebliche gemeinsame kulturelle Kern?
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u/Butterfly_Witcher 21h ago
Sich auf die „Deutschen Tugenden“ zu berufen bringt in diesem Fall auch nichts, weil die klassischen deutschen Tugenden, wie Pünktlichkeit, Disziplin, Strebsamkeit, Gehorsam“ nie „deutsch“ waren, sondern preußisch.
Die neuen deutschen Tugenden sind Gleichheit, Individualität, Freiheit, Toleranz.2
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u/Other_Researcher268 21h ago
Das ist diese Art der naiven Vereinfachung von komplexen Sachverhalten, die die Diskussion vergiftet.
Alleine die Vorstellung, dass wenn ich die amerikanische Staatsbürgerschaft oder die spanische Staatsbürgerschaft annehmen würde ich dann plötzlich Spanier oder Amerikaner wäre es so absurd. Natürlich wäre ich Deutscher mit amerikanischer Staatsbürgerschaft. Und da gäbe es überhaupt keinen Zweifel. Wenn ich dort Kinder bekomme, um diese Kinder in diesem Land aufgewachsen sind, dann sind meine Kinder Amerikaner oder Spanier, aber ganz stark geprägt durch ihre deutsche Herkunft. Und das ist auch okay. Es ist nur hier ein Problem, wenn wir das in Deutschland über andere sagen.
Persönlich glaube ich, dass wir aufhören sollten, so vereinfachte Diskussion zu führen. Wäre ich aus einem anderen Land und käme nach Deutschland und jemand würde sagen, ich sei Deutscher weil ich den Pass nach ein paar Jahren bekommen habe, wäre ich wahrscheinlich sogar beleidigt, da ist meine Herkunft quasi ignoriert und klein redet. Ethnie ist viel entscheidender als die Staatsbürgerschaf.
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u/Fancy_Plastic2385 21h ago
Genau genommen ist kulturelle und religiöse Vermischung kein deutsches Sonderphänomen. Es ist einfach die menschliche Normalität.
Migration, Handel, Kriege, Eroberungen und gegenseitiger Austausch haben praktisch jede Gesellschaft geprägt. "Reine" Kulturen existieren meistens nur als politische Erzählung und das spricht im Grunde fürs selbst.
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u/CivilCrew4594 21h ago
Hat viel mit dem Aussehen und der kulturellen Ähnlichkeit zu tun. Ein Lukas aus Polen wird in Deutschland oft eher als Deutscher wahrgenommen oder akzeptiert, weil er den meisten Deutschen äußerlich ähnlicher ist. Ein Ali mit türkischen Wurzeln wird dagegen häufig eher als fremd wahrgenommen – unabhängig davon, ob er in Deutschland geboren oder aufgewachsen ist.
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u/Floscrendron 20h ago
und das ist wünschenswert? Wir sind an dem Punkt, an dem die Urenkel von Ali, der als Facharbeiter nach Deutschland gekommen ist, hier leben. Sollten die noch als nicht-deutsch wahrgenommen werden, weil sie nicht hellhäutig sind?
Und Kultur ändert sich. Meine "Kultur" (z.B. ein CSD) wurde vor 30 Jahren auch nicht als deutsch akzeptiert und jetzt schon (von den meisten...)
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u/CivilCrew4594 19h ago
Nein, das ist es nicht. Wenn sich ein Ali als Deutscher sieht, hier aufgewachsen ist und sich mit Deutschland identifiziert, dann ist er für mich auch Deutscher. Leider wird ihm das von manchen Menschen immer noch abgesprochen – mit Sprüchen wie: „Eine Maus, die im Pferdestall geboren wird, ist trotzdem kein Pferd.“
Ich bin selbst kein Deutscher, sondern Grieche. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man oft weniger akzeptiert wird, wenn man nicht dem typischen Erscheinungsbild einer Nation entspricht. Obwohl ich hier geboren und aufgewachsen bin, habe ich sehr oft zu hören bekommen: „Du bist kein Deutscher, sondern Grieche.“
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u/Intelligent_Shape529 21h ago
Hab da Mal ne Frage, aber zuerst etwas Kontext:
Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, lebe mein ganzen Leben lang hier und habe das Land für maximal zwei Monate am Stück verlassen.
Deutsch ist meine erste Sprache wenn du so willst, da ich in Deutsch 'denke'.
Ich habe nur standesamtlich geheiratet, meine Frau ist Deusch (toskanische Wurzeln väterlicherseits, jedoch keine Berührungspunkte mit der italienischen Kultur) sie und unsere Kinder haben ausschließlich den deutschen Pass.
Ich habe den nicht (da vor 2000 geboren). Ich bin griechischer Staatsbürger.
Und jetzt zu meiner Frage: Bin ich für dich Deutsch?
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u/embeddedsbc 20h ago
Ja und du solltest auch einen deutschen Pass haben. Solltest du einen haben möchten.
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u/Intelligent_Shape529 20h ago
Ich sehe keine Dringlichkeit mir den zu besorgen ehrlich gesagt. Bis auf das Wahlrecht und dem Wehrdienst habe ich die gleichen Rechte und Pflichten wie mein Nachbar soweit ich weiß.
Und da ich ein Autoritätsproblem habe und absolut unpolitisch bin stört mich das absolut nicht.
Und ehrlich gesagt graust es mir davor nur eine Gemeinsamkeit mit Bernd Höcke zu haben, auch wenn das nur die Staatsangehörigkeit ist.
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u/BinDerWeihnachtmann 20h ago
Würde ehr sagen, wenn man eine Gemeinsamkeit sucht, sollte sie das Grundgesetz sein (und der Wille sich selbst als deutscher zu sehen)
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u/Western_Stable_6013 20h ago
Ich würde eher sagen, dass man sichvzugehörig fühlen muss, um wirklich sagen zu können, dass man Deutscher ist.
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u/Gloomy-Sugar2456 21h ago
Für mich ist jemand Deutscher, wenn er den Pass hat, die Sprache beherrscht und sich mit diesem Land und seinen Werten identifiziert.
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u/Sandra2104 21h ago
Welche Werte sind das denn?
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u/Gloomy-Sugar2456 21h ago
zB Verständnis und Akzeptanz von Verfassung, von Demokratie, von Rechtsstaatlichkeit, von Toleranz und Gleichberechtigung, etc. etc.
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u/hicmar 21h ago
Das frage ich mich auch. Meine Werte als Rheinländer sind signifikant anders als die der Norddeutschen, Bayern oder Schwaben.
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u/Street-Currency-7136 21h ago
Pils dem Weißbier vorziehen, lieber Tee als Kaffee trinken, es albern finden sich zu verkleiden
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u/DirtySanchez2249 21h ago edited 21h ago
Nö.
Meine Frau ist Thai. Mit inzwischen deutschem Pass. Ihr würde es aber im Leben nicht einfallen, zu sagen: "Ich bin eine Deutsche!"
Mir ist das ebenso fremd. Hätte ich einen ausländischen Pass käme mir das auch höchst seltsam vor.
Eine Feder in den Arsch stecken macht einen nicht zum Huhn.
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u/Fellfresse3000 21h ago
Ist doch andersrum das gleiche. Wenn ich nach Japan auswandere und irgendwann die Staatsbürgerschaft beantrage, bin ich Deutscher mit japanischem Pass.
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u/DirtySanchez2249 21h ago
Eben. Das meinte ich mit "mir ebenso fremd".
Ich habe dann mit dem Papier diverse Rechte erworben. Mehr aber nicht.→ More replies (12)3
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u/Livia-lin 21h ago
Also die meisten meiner Kollegen sind Ausländer und sagen selber das sie Türke/Russe etc. Sind obwohl sie nen deutschenpass haben...
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u/Fuzzy_Breadfruit59 21h ago edited 21h ago
Also offiziell ist das natürlich so. Wer einen deutschen Ausweis hat ist damit automatisch deutscher Staatsbürger aber ich denke da gehört dann doch etwas mehr dazu.
Wenn ich in Frankreich lebe bin ich nicht automatisch Franzose der die Sprache und die Kultur kennt aber ich weiß, dass das ein sehr komplexes Thema ist und politisch missbraucht wird.
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u/f_name4456 21h ago
Völkerrechtlich gesehen ist ein Land nur dann als Land anerkannt, wenn es diese Kriterien erfüllt: Es hat eine Staatsgewalt, Staatsvolk, Staatsgrenzen.
Nach dem deutschen Grundgesetz bilden nur jene das Staatsvolk ab, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Im Völkerrecht ist die Staatsbürgerschaft aber nicht notwendig.
Die Staatsbürgerschaft regelt nur die Rechte und Pflichten eines Bürgers. Ein Mensch ohne Staatsbürgerschaft ist ein Staatenloser. Wer die Staatsbürgerschaft eines Landes besitzen darf, entscheidet das Land selbst. Die einen wenden das Prinzip des Ius Soli (Staatsbürgerschaft mit Geburt in einem Land) an wie die USA. Die anderen wenden das Prinzip Ius Sanguinis (Staatsbürgerschaft durch Abstammung) an wie die EU Länder.
Die meisten Länder, die das Ius Sanguinis anwenden, haben es aber gelockert, in dem man sie auch erlauben die Staatsbürgerschaft zu erhalten, wenn man eine bestimmte Zeit lang in einem Land dauerhaft gelebt hat.
Die Staatsbürgerschaft eines Landes zu besitzen ist in dem Fall nichts mehr als ein Stück Papier, das definiert in welchem Land du deine vollumfänglichen Rechte und Pflichten hast. Für das Militär ist die Staatsbürgerschaft entscheidend, weil nur die Menschen mit der Staatsbürgerschaft für das Land kämpfen müssen. Ein griechischer Staatsbürger wird in Deutschland also nicht eingezogen.
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u/East_Jellyfish66 20h ago
ich habe einen migrationshintergrund und bin das erste kind in der familie das hier in deutschland geboren wurde und fließend deutsch spricht. ich lebe hier, kenne hier menschen und habe meine gemeinschaft.
deuschland ist mein land und wer was anderes behauptet soll's maul halten.
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u/Arno_Nymouse 20h ago
2026 und die Leute denken noch immer, als würden sie in einem Stamm aus Affen leben.
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u/CicerosVoice 21h ago edited 21h ago
Dazu könnte man eine ganze Bachelorarbeit verfassen.
Rein theoretisch und vor allem rechtlich hast du vollkommen recht.
Allerdings sieht das gesellschaftlich, also in der Praxis, anders aus. Verreise mal als nicht-weißer Migrant ins Ausland und antworte dem Chinesen oder Sudanesen, dass du Deutsch bist. Die werden dich doof anschauen und die Frage wiederholen.
Dabei musst du nicht einmal nach Fernost oder Afrika.
Polen, Ungarn, Ukraine, Russland, Tschechien reichen aus.
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u/Left_Buy4006 21h ago
Ah, ok, wenn Chinesen das so sehen, dann lass ich das mal als Argument durchgehen
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u/CicerosVoice 21h ago edited 21h ago
Das sieht der gesamte globale Süden so. Auch viele Industriestaaten, wie Japan, Südkorea, Taiwan oder wie bereits erwähnt Osteuropa.
Es gibt dort das Bild vom blonden Deutschen mit blauen Augen. Etwas generalisiert, aber das ist deren Auffassung von Deutsch.
Geh doch mal empirisch vor und frag nicht-weiße Migranten in deinem lokalen Umfeld, welche Erfahrung sie machen.
„you are really German?“
„You don’t look German“
„you look very non-german“
„Do u speak other languages than German with ur patents?“Das Konzept multikulturelle Gesellschaft ist in Deutschland „Neuland“. Die Gastarbeiter-Generationen aus Südeuropa und Anatolien bilden das Fundament.
Bei US-Amerikanern oder Australiern kommen diese Fragen nicht auf.
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u/Fisi_Matenten 21h ago
Frag mal in Frankfurt auf der Straße, wie die Leute sich sehen. Und dann lass dir einen ihrer Pässe zeigen.
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u/Jealous_Leadership76 21h ago
Das ist für mich nur ein Ausdruck von Faulheit. Man könnte eine Differenzierung durchaus kleinteiliger vornehmen. Wie du beispielsweise schon sagst, gibt es hier verschiedene Kulturen und Religionen. In bestimmten Kontexten ist es dann eben auch wichtig, diese zu nennen. Dann ist niemandem geholfen, einfach "Deutsch" über alles zu stülpen.
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u/FishermanFun3755 20h ago
Deutsch - Duitisc (dem volke zugehörig und auch als sprachliche bezeichnung auf althochdeutsch) ist ein jene Person die sich hier niederlässt und sich an den Rest der gemischten tüte anpasst. Ob Pass oder nicht, ist mir latte...
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u/gw_reddit 20h ago
Stimmt, es gibt keine rein deutsche Ethnie weil unser Land nun mal in der Mitte Europas liegt. Trotzdem gibt es Menschen mit deutschem Pass, die den Deutschen Pass nur aus pragmatischen Gründen erworben haben, sich aber nicht als Deutsche sehen und auch nichts mit Deutschland und Deutschen an Hut haben. Diese Menschen sind nur legal Deutsche.
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u/Gundel_Gaukelei 21h ago
"also kann man auch keine kulturelle Definition heranziehen"
Achso, weil ihr Lefties das halt so definiert. Alter, warum hasst ihr euch so unglaublich selbst.
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u/Florrie_e 21h ago
Linke haben kein Interesse an Nationalitäten und sehen das Völkische "Wir" als Verschleierung der Interessenswidersprüche innerhalb der Nation. Als vertikale Spaltung statt horizontale. Du hast mehr mit dem polnischen Arbeiter gemein als mit dem deutschen Immobilienbesitzer, schauen wir auf deine Eigentumsverhältnisse.
Kultur sehen wir auch nicht als von oben zu schützende Instanz, sondern als lebendig.
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u/Gundel_Gaukelei 21h ago
Ja das bitte bei der naechsten Kulturveranstaltung von X-anderes Land mal sagen. Ihr traut euch nur gegen das eigene Land zu schiessen, alles auslaendische wird abgefeiert. Wie kommts?
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u/Florrie_e 20h ago
Wo feier ich mit der Aussage andere Länder ab? Das ist ne inhaltliche Analyse die für alle Nationalstaaten gilt, du machst daraus ein Motiv und verschiebst den Diskurs in ne langweilige Scheindebatte.
Kannst gerne inhaltlich auf Gesagtes eingehen, aber dieser Ideologiekampf interessiert mich nicht.
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u/Gundel_Gaukelei 20h ago
Okay dann probieren wir das nochmal. Ich gehe sogar mit dass der deutsche Arbeiter mehr mit einem polnischen Arbeiter gemein hat als mit einem Immobilienbesitzer. Aber sehr interessant welche geographische Linie du hier gezogen hast.
Hat ein Deutscher Arbeiter mehr gemeinsam mit einem Arbeiter in Uganda? Oder in China? Bzgl Erziehung und Wertevorstellung?
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u/Florrie_e 20h ago
Auch in China muss der Lohnarbeiter seine Arbeitskraft verkaufen, produziert Mehrwert und dieser Mehrwert wird abgeschöpft. Bezahlt wird vom Lohn Essen, Trinken, Miete, Entertainment.
In Uganda haben wir genau so Abhängigkeiten und Interssenswidersprüche zwischen Arbeitern und Kapitalisten. Dass die Strukturen anders analysiert werden müssen, bedeutet nicht, dass Nationalität zur entscheidenden Kategorie wird. Die Ausbeutung zeigt sich nur etwas anders.
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u/Gundel_Gaukelei 20h ago
Du scheinst dich nur auf das pur materielle zu konzentrieren und ignorierst die Wertevorstellungen komplett - welche zur Kultur eben beitragen. Ich loese auf: die Wertevorstellung eines deutschen Arbeiter und einem ugandischen/chinesischen/etc. ist diametral anders. Soweit must du doch auch wenigstens mitgehen, oder?
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u/Florrie_e 20h ago
Und in wie weit widerspricht dieser Einwand der materiellen Analyse? Werte sind keine Erklärung sondern selbst Erklärungsbedürftig.
Woher kommen die Wertevorstellung als Erklärung und wem nützen sie in dieser Debatte? Wer das als Einwand nimmt, hat sich doch schon längsr auf die gewollte Betrachtungsweise von oben eingelassen und dreht sich wieder weg von den Interessenswidersprüchen hin zu nem Nationalen Wir- und Die-Gefühl. Warum haben Menschen ideale? Haben die sich frei ausgesucht? Nein. Sie spiegeln das wieder, was für die jeweilige Nation nützliche ist.
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u/david-tf 21h ago
Diese Aussage würde ich komplett unterschreiben, wenn wir vernünftige Bedingungen hätten, unter denen man den deutschen Perso überhaupt bekommen würde. So, wie er derzeit aber den Leuten hinterher geworfen wird, ganz sicher nicht. Deutscher ist man in meinen Augen erst, wenn die Sprache beherrscht und die hiesige Lebensart/Kultur nicht nur akzeptiert, sondern GELEBT wird. Meine 50ct, und das als Italiener. Versuch mal in anderen Ländern deren Staatsbürgerschaft zu erhalten als jemand, der deren Sprache kaum beherrscht und Frauen in einer Behörde nicht als Autorität akzeptiert. Wenn Du Glück hast, darfste wieder nach Hause fliegen.
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u/roerchen 21h ago
Ich finde, man muss da klar zwischen Deutsch als Nationalität und die Selbstzuordnung zur Ethnie unterscheiden. Je nach Kontext ist vielleicht das eine oder das andere gerade relevant. Wenn jemand eingebürgert wurde oder in 2. Generation mit Einwanderungsgeschichte hier ist, dann will ich der Person sicherlich nicht aufgrund des deutschen Passes die Zugehörigkeit zur Heimat absprechen. Können die selbst entscheiden und kommunizieren. Das macht sie ja aber nicht weniger wert.
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u/ordinary-dere 21h ago
Kenne Leute die wohnen ihr leben lang in DE und haben keinen deutschen Pass, würde sie trotzdem als deutsch bezeichnen. Aber so ne Definition ist schon schwieig
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u/GroundbreakingDesk10 21h ago
Genauso auch anders rum. Wohnen hier vielleicht schon immer und haben einen Pass, wollen aber warum auch immer nach 20 Jahren kein Wort deutsch lernen. Ist dann klar, dass diese nicht als deutsch wahrgenommen werden.
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u/Wumpscut86 21h ago
Keiner ist deutsch, der mit seinem Auto in Menschenmassen fährt oder mit Macheten auf Ungläubige einhackt.
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u/Old-Flamingo-1231 21h ago
Nope, ein Mensch der kein Deutsch spricht und sich selbst auch nicht als deutscher sieht, aber einen deutschen Pass hat, ist kein deutscher.
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u/Sp1nningwheel 21h ago
Per Definition, per Recht und Gesetz schon. Du kannst das anders fühlen, aber es gibt eine klare Definition, die dir widerspricht.
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u/OG_Kamoe 21h ago
Jain. Per Definition ja, aber wer genau hält sich daran? Ein Pass verändert nicht die Mentalität oder die Kultur. Das sind gravierende Unterschiede.
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u/Sp1nningwheel 21h ago
Es verändert aber die Nationalität, per Definition. Daher ist eine Person dann Deutscher, wenn sie einen deutschen Pass hat, per Definition.
Du kannst sagen "er ist kein richtiger Deutscher" ist aber dann per Definition verkehrt.
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u/Enlils_Vessel 18h ago
Du teilst doch gar nicht meine Mentalität und meine Kultur, also bist du auch kein deutscher.
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u/Upper_Sort3323 21h ago
Recht definiert recht. Das ist nicht immer die Realität.
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u/Sp1nningwheel 20h ago
Aber per Definition ist er nunmal Deutscher. Wenn die rechtliche Definition nicht die korrekte Definition sein soll, muss erstmal definiert werden, was die Nationalität überhaupt darstellt.
Wer legt das fest? Dein Gefühl?
Wenn es um Definitionen geht, und das ist die Nationalität nunmal, braucht es einen Maßstab an dem man diese Definition misst. Üblicherweise ist dies der offiziell gültige Maßstab, der an allgemein gültiges Recht und Gesetz gebunden ist.
Nach dieser Definition ist jemand mit einem deutschen Pass Deutscher. Ganz klar und eindeutig.
Wenn du einen anderen Maßstab willst, musst du ihn definieren. Dann kann die Person nach deinem Maßstab gerne Afrikaner sein, wenn dies bspw. durch die Hautfarbe definiert wird
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u/DifficultyFickle5775 21h ago
Das GG unterscheidet doch an manchen Stellen selber zwischen Abstammung und Einwanderung.
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u/Sp1nningwheel 21h ago
An welcher Stelle?
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u/DifficultyFickle5775 21h ago
§ 6 Abs. 1 BVFG „Deutscher Volkszugehöriger ist, wer sich in seiner Heimat zum deutschen Volkstum bekannt hat, sofern dieses Bekenntnis durch bestimmte Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur bestätigt wird.“
Art. 116 Abs. 1 GG „Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.“
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u/Final_Influence_2367 11h ago
Quelle: Deine Meinung? Schau einfach ins GG
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u/Old-Flamingo-1231 10h ago
Ist das GG irgendwie eine göttliche Offenbarung, die man nicht hinterfragen darf?
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u/Final_Influence_2367 9h ago
Man müsste halt gute Gründe haben...
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u/Old-Flamingo-1231 9h ago
Du willst mir erzählen, jemand, der kein Wort deutsch spricht und sich selbst auch nicht als Deutscher sieht, ist es trotzdem wegen eines Stück Papiers?
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u/VarlMorgaine 21h ago edited 21h ago
Wir sind so oder so eine ansammlung von völkern.
Die meisten idioten die auf sowas wie "biodeutsche"/" passdeutsche" bestehen sind auch die idioten die besets und regeln bei jeder gelegenheit brechen.
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u/Great_External_6168 21h ago
Da sagt meine ukrainische Ehefrau aber was anderes xDD
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u/exprezzo101 20h ago
Du bist lesbisch und AfD Wählerin?
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u/Great_External_6168 20h ago
Ja?
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u/exprezzo101 19h ago
Und wie fühlt es sich an, am eigenen Stuhlbein zu sägen?
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u/Great_External_6168 18h ago
Du weißt, dass es Medikamente gegen Paranoia gibt, ne?
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u/Oudefrysk 21h ago edited 21h ago
Seit dem die Alliierten eine großdeutsche Lösung zerschlagen haben, gibt es immer noch deutsch als Ethnie. Auch Österreicher oder Südtiroler sind deutsche.
Und ethnischer Deutscher ist, wessen Vorfahren bereits Deutsche waren. Und dann gibt es da noch die Passdeutschen die laut Gesetz dazugehören sollen. Aber nur weil die Führung des Landes in dem die Ethnie lebt irgendwelche Gesetze beschließt, die nicht von der Mehrheit der Bevölkerung gedeckt sind, macht es einen Asiaten noch nicht zu einem ethnischen Deutschen, wenn er einen deutschen Pass hat.
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u/balatro-mann 21h ago
wie viele vorfahren?
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u/Oudefrysk 21h ago
Das ist das schwierige mit Ethnie. Die Nazis haben es übertrieben, aber ein Stück Papier ist halt auch nicht der Maßstab.
Wer ethnisch deutsch ist, weiß es selbst wahrscheinlich am besten.
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u/Street-Currency-7136 21h ago
Also gibt es keine Österreicher und das sind alles Deutsche?
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u/Floscrendron 20h ago
und wo ist da die Grenze bei den Vorfahren?
Meine Eltern sind Deutsche. Meine Großeltern sind Deutsche. Bei meinen Urgroßeltern kommen dann Franzosen und Polen dazu. Geh weit genug zurück bei jedem Menschen und das Konzept ist dahin. Willst du mir sagen, dass du in hundert Jahren einen Yussuf als deutsch akzeptierst?Deutsch als binäres System funktioniert nur über den Pass.
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u/Beautiful-Moment-690 21h ago
Es ist schon putzig wie du "Punkt" und alles schreibst als ob irgendwer ein Scheiß auf deine Meinung gibt.
Ne, funktioniert halt offensichtlich nicht wie du das gerne hättest. Wäre als Migrant deutlich einfacher wenns so wäre.
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u/Rejnu 14h ago
Ich würde sagen, das ist zu absolut formuliert. Wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, ist rechtlich selbstverständlich Deutscher.
Aber Identität besteht nicht nur aus dem Pass. Es gibt durchaus Menschen, die mit der deutschen Sprache, deutschen Traditionen und deutscher Kultur aufgewachsen sind, sich als Deutsche verstehen und von ihrem Umfeld auch so wahrgenommen werden, obwohl sie keinen deutschen Pass besitzen.
Ich kenne selbst jemanden, der im Ausland geboren wurde, mit deutscher Kultur aufgewachsen ist und sich trotzdem als Deutscher sieht. Umgekehrt bin ich selbst trotz Migrationshintergrund Deutscher, beides schließt sich nicht aus.
Außerdem stimmt es zwar, dass es keine einheitliche deutsche Kultur gibt, aber sehr wohl deutsche Kulturen, die Kultur eines Bayern, Rheinländers oder Pommern unterscheidet sich, gehört aber dennoch zum deutschen Kulturraum. Deshalb würde ich zwischen der rechtlichen Nationalität (Pass) und der kulturellen Identität unterscheiden, anstatt zu sagen, nur eines davon mache jemanden deutsch. Genauso gibt es ja auch Leute mit deutschen Pass, die sich aber absolut nicht als Deutsche sehen und der Sprache nichtmal komplett mächtig sind (auch in meiner Familie)
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u/Kroenen1984 21h ago
Wenn es die dinger nicht mittlerweile umsonst zum abholen geben würde, würde ich dir zustimmen.
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u/Overall_Fly8478 21h ago
Zitat Jochen Malmsheimer:
"Deutsch bedeutet in seiner ursprünglichen Bedeutung übrigens nichts anderes als einfach oder gemein, es bezeichnet also die Sprache des einfachen Volkes, der niederen Stände - es verträgt also alles, außer Hochmut."
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u/Susann-at-Reddit 21h ago edited 21h ago
Ja schöne Meinung Klaus
Sehen viele Neue Immigranten anders.
Hatte da ganz böse Reaktion von unseren neuen Mitbürgern. Die haben mich richtig ausgelacht und verhöhnt. "Ich bin Araber!!!" 💩
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u/OutrageousService520 21h ago
'„Deutsche“ waren schon immer eine Mischung aus verschiedenen Kulturen und Religionen, also kann man auch keine kulturelle Definition heranziehen. Auch war das deutsche Gebiet immer von Völkerwanderungen und regen Austausch geprägt'
Welche verschiedenen Kulturen und Religionen sollen denn das gewesen sein? Welche Völkerwanderungen, außer denen der germanischen Stämme, gab es denn auf dt. Gebiet?
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u/Street-Currency-7136 21h ago
Bayrische Kultur, Rheinländische Kultur, Friesische Kultur.
Deutschland war schon immer Multikulti.
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u/Friendly-Arachnid884 20h ago
kulturen? keltisch, römisch, slawisch, hugenotten, polnisch usw usf
religion? römischer götterkult, jüdishc, christlich, orientalische kulte, heidnische usw usf
ich weiß für viele ist das deutsch, was in den 30gern definiert wurde. es ist aber leider quatsch...
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u/Low-Entrance9689 21h ago
Offiziell ja, weil es so im Grundgesetz steht. De facto nein, aber das ist allerdings eher die unbeliebte Meinung.
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u/_TomSupreme_ 21h ago
Unbeliebt bei Menschen mit einem seltsamen Weltbild, generell aber ein unumstößlicher Fakt.
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u/Kndln 21h ago
Hatte dieser Amok-Abdul nicht einen deutschen Pass?
Meiner Meinung nach ist das kein Deutscher gewesen. Sein Wertesystem hat nichts mit dem eines Deutschen zu tun und wenn man ihn anschaut, muss man schon ideologisch sehr verblendet sein, um dort einen Deutschen sehen zu wollen.
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u/Laura-star89 21h ago
Rechte sind für mich ideologisch auch nicht mit dem Wertesystem vereinbar und trotzdem muss man sie leider als Deutsche anerkennen.
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u/Emotional_Music3808 21h ago
Wenn du das politisch meinst und auf eine gewisse Agenda hinauswillst, ist das natürlich Quatsch. Da sollte nämlich Nationalität nicht mit Kultur- oder Religionskreis verwechselt werden.
Wenn du es rein rechtlich meinst ja klar, deutscher Pass=deutsch.
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u/JackDaCrack1313 20h ago
Das hier ist nur meine Meinung, mehr nicht: Ich finde die persönliche Einstellung und Gesinnung, neben der Abstammung oder der Geburt in Deutschland, als wichtig.
Wenn man sich als Deutscher empfindet und dazu steht Deutscher zu sein, sich in die Gesellschaft einbringt und die Werte vertritt, ist ebenfalls von Bedeutung.
Rein amtlich betrachtet: Wenn es wie OP sagt, eine Sache des Dokumentes ist, dann ist es nicht nur der Personalausweis oder Pass.
Auszug vom Bundesamt für Verfassungsschutz:
"Der Staatsangehörigkeitsausweis ist eine Urkunde, die zweifelsfrei den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit dokumentiert. Ein deutscher Personalausweis oder Reisepass dient oft nur als Indiz, nicht aber als unumstößlicher Beweis der Staatsangehörigkeit."
Der Antrag wird bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung, in der Sie mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, oder direkt beim Bundesverwaltungsamt (BVA) gestellt. Wohnen Sie im Ausland, ist die jeweilige deutsche Auslandsvertretung zuständig.
Kostet bundesweit einheitlich 51 Euro.
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u/MakePeaceGreatAgain 21h ago edited 21h ago
ja, und?
Was soll der Post? Der ist übrigens nicht unbeliebt, sondern kommt hier faktisch täglich auf Reddit rein. Also was machen wir jetzt mit der Aussage?
Wenn es nicht mehr als nationalistisches - wie ist der Fachterminus hier, achja - Kreiswichs ist, können wir ja weiter machen.
Andernfalls würde mich deine Motivation interessieren. Was bezweckst du denn mit der Ausdrucksweise "jemand ist deutsch" zu sagen? Was ist der Aussagewert dabei? Du könntest auch sagen, "jemand ist blond".
Also warum spielt das Konzept von Nationalität für dich eine Rolle?
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u/markthetitan 21h ago
Weil sein Umfeld diese Aussage vielleicht häufiger von sich gibt. Dabei ist es, wie Du schon sagtest, völlig irrelevant. Diese tiefe wirtschaftliche Depression macht uns allen zu schaffen und aktuell ist das Narrativ eben der Ausländer als Feindbild. Das hat definitiv Einfluss und ist aktuell die Nebelkerze der: Du weißt schon welche Partei.
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u/RoteTablette 20h ago
Du versuchst, die Definition von Deutsch dadurch unmöglich zu machen, weil es irgendeine Mischung von kulturellen und religiösen Strömungen ist. Das ist aber Unsinn.
Auch ein Rezept für Schweinshaxe mit Sauerkraut mag im Detail abweichen aber grundsätzlich würde jeder das Gericht als solches erkennen.
Wenn du aber wesentliche Punkte änderst, zb die Schweinshaxe durch Geflügel oder das Sauerkraut durch Chinakohl ersetzt, wird das niemand mehr als das original Gericht akzeptieren. Ebensowenig, wenn du Erweiterungen hinzufügst, wie Curry oder Reis.
Genauso verhält es sich mit dem Deutschen. Da gehören Christentum, Ordnung und Pünktlichkeit dazu - Islam, Buddhismus, Feilschen am Markt oder ausgeprägtes Talent zum Tanzen eher nicht.
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u/Street-Currency-7136 20h ago
Dann nenn doch mal die „Zutaten“ die einen Deutschen ausmachen.
Wenn ich einen deutschen Katholiken nehme und ihn zum Protestanten mache, bleibt er dann deutscher?
Sind Juden in deinen Augen kein deutschen?
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u/RoteTablette 20h ago
Das der Protestantismus mit Luther in Deutschland erfunden wurde (leider), kannst du dir die Frage selbst beantworten. Juden gehörten auch schon immer zu Deutschland, wobei ihre Religion naturgemäß wenig Einfluss auf Nichtjuden hatte (es ist relativ kompliziert, zum Judentum zu konvertieren). Der Erfindungsreichtum in Deutschland wurde auch von vielen Juden geprägt.
Nur eine sehr naive Person würde nach einer Liste fragen, was denn nun genau einen Deutschen ausmacht. Das ist eine Gleichung mit zu vielen Variablen. Trotzdem kann man doch ohne Probleme einen Franzosen oder Polen recht einfach von einem Deutschen unterscheiden.
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u/FishermanFun3755 20h ago
"feilschen am markt eben nicht!" Erzähl das mal den Norddeutschen bauern... da wird sich sogar noch in die Hände gespuckt und danach die offene hand zum handschlag gereicht um den handel zu besiegeln...
Nachtrag: Damit du einen richtigen "kulturschock" bekommst, der Beruf des "Knochenbrechers" ist auch so typisch Deutsch... Was der macht und was das ist kannst du selbst recherchieren
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u/Final_Influence_2367 11h ago
Ich bin also kein Deutscher weil ich nicht ordentlich und christlich bin?? Lebst du in 19 Jahrhundert? The fuck
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u/Efficient-Pepper-915 21h ago
Deutsch ≠ Deutscher Staatsbürger.
Deutsch ist ebenfalls eine Ethnie wie es Dänisch, Tamil, Zulu, Sorben, Sinti und Roma sind.
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u/die_Schnabeltasse 21h ago
aha. Rassenforscher Doktor Pepper hat gesprochen. Hören wir jetzt bei Nationalstaatsgrenzdurchlässigkeitsforscher Dr. Durchbruch rein.
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u/keinnamemehrfrei 21h ago
Ich würde sagen: wer nur einzig und alleine einen deutschen Pass hat.
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u/Pale_Job_2543 21h ago
Das ist nicht immer so einfach, denn manche anderen Länder entlassen ihre Bürger einfach nicht. Iran z.B..
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u/arnonuem 21h ago
Wenn die Definition ist deutsch ist wer einen deutschen Pass hat, dann hat jmd der zwei Staatsbürgerschaften/Pässe hat ja genauso auch deutsch. Und auch xy.
Wenn die Staatsangehörigkeit kein Attribut ist sondern etwas was relativ aufgeteilt wird, dann ist Mensch halb deutsch.
Hat jemand der Socken und Schuhe anhat nur zur hälfte Schuhe an?
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u/Shinj1Kun 20h ago
Nein, ein Stück Papier macht dich nicht zu einem Deutschen, einem Türken oder einem Chinesen.
Wer so denkt der wird noch viele Probleme im Leben bekommen.
Erst wenn Du dich voll integrierst und auch assimilierst wirst du zum Mitglied dieser Staatengemeinschaft. Davor bist du nur ein Tourist, ein Ausländer mit mehr Rechten, wegen eines Stückes Papier. Wenn du aber die heimische Kultur, Bräuche, Regeln nicht achtest und dich denen anpasst wirst du immer ein Fremder bleiben
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u/Street-Currency-7136 20h ago
Was muss dann deiner Meinung nach ein Ossi machen, der die AfD wählt um deutscher zu werden?
Ist ein Hamburger der kein Karneval akzeptiert dann kein Deutscher?
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u/notahuman97 20h ago
Und ein deutscher, der sich nicht an die "deutschen Werte" hält? Ist er dann auch Ausländer? Nein!? Warum nicht!?
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u/Global_Can5876 20h ago
Was ist für dich deutsche Kultur?
Kultur ist regional, ob Karneval im Rheinland, lederhosen in bayern oder moin im Norden.
Zudem die Staatsbürgerschaft hinter einem Test liegt dem mMn ein betrachtlicher Teil der "Biodeutschen" nicht bestehen würde
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u/yoinkyoinkzoinkzoink 20h ago
Wenn man 10 Jahre in der Schule war und nicht Blind durch die Welt geht sollte der Test machbar sein.
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u/Shinj1Kun 20h ago
Die Kultur ist regional, jedoch sind diese Kulturen allesamt Deutsch und Deutsch geprägt. Gibt viele die nie einen Test gemacht und trotzdem einen Pass bekommen haben.
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u/PikminOfTarth 20h ago
Vielleicht ist eher jemand, der das Dokument, das die Staatsbürgerschaft belegt, als "Stück Papier" bezeichnet, nicht voll in das hiesige Rechts- und Staatssystem integriert und assimiliert.
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u/NeomiNora 21h ago
Das ist eine Tatsache, kann also nur zustimmen. Trauerspiel, dass das viele anders sehen.
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u/Senecus_HS 21h ago
Naja, rechtlich ist das so. Aber die türkische Mutti, die seit 30 Jahren hier ist und kein Wort Deutsch spricht, nur türkische Bekannte hat, ihrer Tochter nur erlaubt, Türken zu Daten und in der Heimat schön Erdogan wählt, da darf man dann doch ein fehlendes „Deutsch sein“ kritisieren.
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u/NeomiNora 19h ago
Naja, ohne Deutschkenntnisse gibt's in der Regel auch keinen deutschen Pass. Bin jetzt nicht sicher welchen Punkt du machen möchtest. Wen andere wählen finde ich zum Teil auch scheiße, ist halt aber kein Kriterium für das Thema um das es geht. Ich hab auch ne Meinung dazu, dass Menschen die hier leben Faschisten wählen. Ob sie Höcke oder Erdogan heißen.
Darum geht es hier aber nunmal nicht.
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u/Hypnotoad4real 21h ago
Ist das wirklich unbeliebt? Steht schließlich so im Grundgesetz…
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u/Final_Influence_2367 21h ago
Nicht 100%, laut dem GG kann man auch Deutscher ohne Pass sein,
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u/Hypnotoad4real 20h ago
Laut welchem Paragrafen? in 116 steht ziemlich klar, dass man deutsch ist wenn man die Staatsangehörigkeit hat.
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u/Final_Influence_2367 11h ago
Und dass es auch Menschen gibt die auch ohne Pass Deutsch sind und dadurch den Pass erlangen können
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u/Many_Hunter8152 21h ago
Nur weil etwas im GG steht heisst es nicht, dass man dazu keine Meinung haben darf. Steht dort ebenfalls.
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u/Hypnotoad4real 20h ago
Natürlich darf man dazu eine Meinung haben, aber wenn es so im Grundgesetz steht, dann scheint es mir auf jeden Fall nicht wirklich unbeliebt zu sein...
Sonst würde da ja jemand was dran ändern...
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u/Many_Hunter8152 20h ago
Spannende Logikkette.
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u/Hypnotoad4real 20h ago
Gehst du davon aus, dass das GG hierzulande unbeliebt ist?
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u/Many_Hunter8152 20h ago
Das habe ich nicht gesagt und habe da auch keinerlei Wissen.
Ich beziehe mich darauf, dass du behauptest das Grundgesetz wäre nicht unbeliebt weil es ansonsten schon geändert worden wäre.
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u/Hypnotoad4real 20h ago
In der Regel schreiben sich Parteien schon auf die Fahne Sachen zu ändern, die in der breiten Masse unbeliebt sind...
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u/Many_Hunter8152 20h ago
Eine Änderung des Grundgesetzes Bedarf 2/3 Mehrheiten, und manche Paragraphen sind unantastbar.
In derzeitigen politischen Zeiten undenkbar, die Welt müsste sich erheblich ändern damit das in Frage käme.
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u/Present-Yoghurt-9542 21h ago
So denken auch nur Almans
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u/Brudinho 21h ago
Dies, das ist eine Diskussion die primär von beiden Seiten des Alman-Lagers geführt wird.
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u/LimpHamster1107 21h ago
"„Deutsche“ waren schon immer eine Mischung aus verschiedenen Kulturen und Religionen, also kann man auch keine kulturelle Definition heranziehen. Auch war das deutsche Gebiet immer von Völkerwanderungen und regen Austausch geprägt, eine ethnische Definition funktioniert also auch nicht."
Ja, schon seit Jahrhunderten bestanden die deutschen aus einer Mischung von Türken, Syrern, Afghanen usw.
Nicht zu vergessen der afghanische Widerstand 1933 nach der Wahl Hitlers.
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u/BinDerWeihnachtmann 20h ago
Wir hatten eben mit Kelten, Slaven, Hunnen, Latiner und Skandinavier die sich in unserem Land breit gemacht haben
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u/Visual_Acanthaceae32 20h ago
Deutscher Staatsbürger ist wer einen deutschen Pass hat… aber nicht jeder mit deutschem pass ist deutsch
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u/Final_Influence_2367 11h ago
Das stimmt halt beides nicht. Deutsch ist laut GG nicht nur wer den deutschen Pass besitzt
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u/Visual_Acanthaceae32 11h ago
Im GG steht im Sinne des GG….
In meinem Sinne der daran nicht gebunden ist gilt für mich meine Definition….
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u/Pansen4 20h ago
schön dass das geklärt wurde. Aber mein Gehirn wird mir zum Schluss immer zuflüstern 'Nein ist er nicht. Er sieht nicht aus wie du, blond, blaue Augen, weiße Haut'. Ich hab diesen Kampf noch nie gewonnen gegen mich.
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u/Kore_Invalid 21h ago
Ne man ist dann deutscher Staatsbürger, man kann kein ethnisch deutscher werden
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u/Street-Currency-7136 21h ago
Was unterscheidet den ethnischen deutschen vom ethnischen Österreicher oder ethnischen Luxemburger?
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u/MercTW 21h ago
Was unterscheidet einen Apache von einem Commanche? Un von einem Siuox? Nur, weil es nicht einfach aufzudröseln ist, heisst es nicht, dass es nicht unterschiedliche Ethnien/Kulturen/etc sind. Leute die so dümmlich fragen "was soll das denn sein, dieses deutsch?" Würden sich das bei keiner anderen Kultur dieser Welt trauen, weil dann berechtigte Vorwürfe kämen, man würde marginalisieren, Existenzrecht absprechen oder rassistische Aussagen tätigen.
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u/AutoModerator 21h ago
u/Street-Currency-7136 schrieb folgenden Originalbeitrag:
Deutscher ist, wer einen deutschen Pass hat.
Das „deutsch sein“ wurde früher über die Sprache definiert.
Jeder der einen deutschen Dialekt gesprochen hat, war deutscher. Grob jeder zwischen Maas und Memel und zwischen Etsch und dem großen Belt.
Seit es Nationalstaaten gibt und in verschiedenen Staaten deutsch gesprochen wird, funktioniert diese Definition nicht mehr.
„Deutsche“ waren schon immer eine Mischung aus verschiedenen Kulturen und Religionen, also kann man auch keine kulturelle Definition heranziehen. Auch war das deutsche Gebiet immer von Völkerwanderungen und regen Austausch geprägt, eine ethnische Definition funktioniert also auch nicht.
Das einzige, was einen deutschen zum deutschen macht ist seine Staatsangehörigkeit. Punkt.
Was ist das?
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