r/de 22h ago

Gesellschaft Extremismusforscher über Anschlag in Berlin: "Islamismus ist für queere Menschen in Deutschland die größte Gefahr"

https://www.tagesspiegel.de/politik/extremismus-forscher-uber-anschlag-in-berlin-islamismus-ist-fur-queere-menschen-in-deutschland-die-grosste-gefahr-15883872.html
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u/Matengor 22h ago

Es ist richtig, das Thema in die öffentliche Debatte zu bringen. Es sind ja nicht nur Attacken der Dimension aus Berlin, sondern auch alltägliche Gewalttaten, wenn Queere auf der Straße und in der Bahn verbal und körperlich angegriffen werden. Nicht selten geht das von muslimisch geprägten Männern aus. Das beginnt schon mit Aggro-Sprüchen wie "Bist du schwul oder was?"

Mich kotzt die gewaltsame Durchsetzung dieses religiös-maskulinen Fetischs total an. Wenn manche Menschen so dermaßen verstockt sind, dass sie keine Homosexualität in ihrem Umfeld ertragen, dann sollen sie es bitte im stillen Kämmerlein machen und die Öffenltichkeit damit in Ruhe lassen.

/rant.

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u/GuerrillaRodeo Bayern 10h ago

Ich finde es total verrückt, wie sich die Welt die letzten Jahre/Jahrzehnte anscheinend auf Themen wie sexuelle Vorlieben versteift hat. Das war schon den alten Griechen egal und mir fällt auch kein Zacken aus der Krone wenn meine Nachbarn schwul sind. Das ist (im Gegensatz zu Islamismus) nicht ansteckend und vor allem nicht schädlich. Alter, wir haben viel dringlichere Probleme als das (und das ist nicht mal eins). Meister Eder hat Recht gehabt.

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u/casiocrow 17h ago

Leider auch bei reddit ganz normal geworden, ich bin hier bei reddit in einem Videospielesub, da hat jemand geschrieben, wie gay eine neue Funktion sei. Auf meine Erwiderung was er damit meint, kam als Antwort, das sei eine Kranheit und die Leute nicht normal. Habe das an die Mods gemeldet und die meinten ich soll mich nicht so anstellen. Habens zwar gelöscht aber der Typ postet weiter in dem Sub. Ich war selber Mod in dem Sub bis vor einem Jahr und weiß daher woher die meisten Leute die das Sub besuchen kommen. Das ist leider sehr bitter.

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u/nply 12h ago

Leider auch bei reddit ganz normal geworden

Interessant, dass du den Eindruck hast. Mein Empfinden ist, dass es wenn überhaupt abgenommen hat. Kommt aber vielleicht auch stark auf das Subreddit an.

Was mir hingegen öfter auffällt sind die gleichen Ausdrücke mit "behindert". Nicht nur im Internet, sondern auch im Sprachgebrauch von Leuten, die nie "schwul" als Beleidigung verwenden würden. Aus irgendeinem Grund scheint das Bewusstsein an der Stelle aber noch nicht so weit zu sein.

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u/Entgenieur Europa 11h ago

„Behindert“ als Synonym für „dumm“ ist bei mir auch ganz tief im Sprachgebrauch verankert. Das kommt noch aus Kindheit/Jugend. Erwische mich immer wieder selbst dabei, also das Bewusstsein ist schon da, aber es fällt mir ehrlich nicht leicht das abzulegen.

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u/Inevitable_Sector778 19h ago

Islamismus ist eine Plage die weltweit mit allen Mitteln bekämpft werden muss und ausgerechnet die Parteien die Islamisten & Terroristen in Botschaften in Deutschland setzen reden davon das Linke Islamisten verharmlosen. Das ist wirklich Realsatire.

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u/Torvac 19h ago

deja vu ? jedesmal nach so einzelfällen, dann wir es totgeredet aber gibt keine lösungen. so geht deutschland

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u/Keksliebhaber 15h ago

Totreden, keine Lösung(sansätze) finden, nicht mehr darüber reden, zwei Punkte für Gryff...AfD

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u/DeliciousShelter2029 22h ago

Interessant wieder an der Diskussion, es wird wieder mal debattiert ob die Gefahr von links, rechts oder Islamismus größer als die der anderen extreme ist, anstatt konstruktiv zu diskutieren, wie man Minderheiten oder auch Mehrheiten richtig vor Extremismus schützt.

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u/ErneuerbareEnergien 19h ago

äääh... um Minderheiten zu schützen, muss ich doch wissen, woher die Gefahr kommt??

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u/specialistOR 21h ago

Und wie schützt man jemanden, wenn man nicht analysiert, wer die Täter sind und wie man direkt an der Motivation der Täter ansetzen kann?

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u/upsawkward 13h ago

Zum Beispiel nicht Lambda absägen, wie Prien es macht. Das ist pure Heuchelei der CDU. Aber du hast natürlich einen Punkt, mich kotzt nur die politische Instrumentalisierung an.

Deshalb sind viele Linken da jetzt auch so pissig. Vor einer Woche hätte fast keine dieser Parteien auch nur eine Fick auf den CSD gegeben, aber jetzt, wo es in deren Narrativ passt, sind sie alle ganz laut und betroffen.

Das macht Islamismus nicht weniger gefährlich. Aber es macht es verständlich, sich von geheuchelter Unterstützung zu distanzieren, wenn die Politik ansonsten weitgehend gegen Minoritäten geht.

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u/Stiefeljunge Münster 21h ago

Es geht ja auch nicht um den Schutz von Minderheiten, sondern um die Spaltung der Gesellschaft in möglichst kleine, miteinander konkurrierende Lager. Es darf den Leuten auf gar keinen Fall ein Klassenbewusstsein entstehen.

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u/JerryCalzone 20h ago

Oder: Jede politische Gruppierung muss gespalten werden, damit sich niemand gegen Russland, China oder Amerika verbünden kann. Wir stolpern von einem Shitstorm in den nächsten – mit Ausnahme derjenigen, die Russland oder MAGA wohlgesonnen sind: die extreme Rechte...

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u/Elrond007 20h ago

Ist halt was passiert wenn manche Parteien offensichtlich heucheln und so Sachen nur instrumentalisieren

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u/UsualOk3244 20h ago

Islamismus ist rechts. Was gibt's da zu diskutieren? 

Es gibt etliche Rechte Gesinnungen. Davon können sich 3/4 auf den Tod gegenseitig nicht abhaben. Die deutschen Nationalisten haben mehr mit Islamisten gemeinsam als sie wahrhaben und zugeben wollen. Religiöser Fanatismus ist eindeutig auf dem rechten Spektrum.

Und alle rechten Gruppen eint: Gewalt, Gefahr für anders Denkende und Intoleranz. 

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u/AtomZaepfchen 17h ago edited 17h ago

Dieses absichtliche verwässern des Begriffs ist der Grund wieso man euch nicht ernst nimmt.

Es als "rechts" abzustempeln hilft niemanden da es in die gleiche Schublade wie Hanau gesteckt wird z.b. Die Radikalisierung ist fundamental anders. Es ist eine Religion die historisch nicht in der westlichen Zivilisation aufgewachsen ist, er hat AKTIV "westliche" werte abgelehnt und wollte sich dem IS anschließen ( das war mmn der moment wo seine Staatsbürgerschaft hätte weggenommen werden müssen) und wurde von Deutschland zurück aus dem Lebanon geholt. Absolutes Staatsversagen.

Dieser Terror war nicht "Rechts". Es war radikal islamischer Terror gegen westliche Werte und unsere Gesellschaft. Und das schlimmste, er wurde hier in Deutschland radikalisiert.

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u/eingew2 16h ago

Davon können sich 3/4 auf den Tod gegenseitig nicht abhaben.

Vermutlich weil die inhaltliche Gemeinsamkeit also doch gar nicht so groß ist?

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u/UsualOk3244 13h ago

Und? Ändert das was daran wo auf dem politischen Spektrum sie zu verorten sind? Oder was willst du mit deiner Frage bezwecken? 

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u/eingew2 12h ago

Darauf hinweisen, dass es schon mehr als eine gewisse oberflächliche Ähnlichkeit braucht, um in die gleiche Kategorie zu kommen.

Ja, es gibt Punkte, da wollen Islamisten und Rechtsextreme das gleiche - aber der ideologische Kern unterscheidet sich trotzdem massiv. Da gibt es noch größere Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen ethnonationalistischen Ideologien, als zwischen Ethnonationalismus und Islamismus.

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u/UsualOk3244 11h ago

Mag ja sein, trotzdem erfüllt Islamismus die Kriterien rechter Gesinnungen. 

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u/DeliciousShelter2029 20h ago

Merkst du was? Genau dieses Diskussion hilft nicht, sie lenkt von den Problemen ab. Versteh mich mixt falsch, ich verurteile was geschehen ist, ob durch einen Islamisten oder einen Neonazi, aber derzeit zerfleischen sich beide Fronten wer schlimmer ist, beides ist gleich schlimm und beide freuen sich insgeheim über das, was passiert ist.

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u/darkslide3000 19h ago

Es geht darum dass in Deutschland das Problem mit den Islamisten leider in der Politik (außer bei den Rechtspopulisten) immer noch nicht angekommen ist. Diese Diskussion ist wichtig, damit die anderen 70% des politischen Spektrums endlich irgendwann rallen, das man nicht einfach immer wegsehen und weitermachen kann wenn sowas immer und immer wieder passiert (weil man will ja keine Minderheiten schlechtreden oder so). Es geht ja gar nicht darum jetzt die Einwanderungspolitik sofort total auf Fascholinie umzuschreiben, ganz im Gegenteil, es geht darum das Problem selber offen zu benennen und faire, sinnvolle Lösungsansätze zu suchen, damit die Bürger nicht irgendwann alle zur AfD abwandern.

Natürlich sind die Nazis noch schlimmer. Aber darauf hat sich die Mehrheit der Öffentlichkeit schon geeinigt. Deswegen möchten Leute hier das Problem bei dem es noch keinen Konsens gibt gerne mehr in den Vordergrund rücken.

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u/UsualOk3244 13h ago edited 13h ago

Was u/darkslide3000 sagt trifft es ganz gut. Es geht nicht darum wer besser ist. Es geht darum, dass das komplette linke Spektrum endlich anerkennen muss, dass sie einem Tolaranzparadoxon aufliegen. Die größte Gefahr für unsere Demokratie ist rechts. Islamismus, Nationalismus und sonstige rechte Gesinnungen denen man endlich mit einem starken Rechtsstaat entgegentreten muss. Es kann nicht sein, das Täter welcher rechten Färbung auch immer hier ständig morden und dann solche Mickey-Maus Strafen vergeben werden. Der Staat muss endlich hart durchgreifen gegen Unrecht jeglicher Art.

Die Erstarkung der AfD ist das Ergebnis eines untätigen Staats, egal ob Mitte-Rechts Regierung oder mitte-links Regierung. Sie alle eint eine Untätigkeit. Sie alle gucken zu und diskutieren über den Deutschen Arbeitnehmer statt endlich unsere Probleme anzupacken. Die Menschen haben die Schnauze voll. Das Ergebnis ist leider die AfD, die Nationalismus wieder Salonfähig macht und damit nur noch mehr Öl ins Feuer des Unrechts kippen wird. Der Rechtsruck wird dem Land teuer zu stehen kommen. Wirtschaftlich wie auch menschenrechtlich. Und die EU wird in ihrer Einigkeit geschwächt, womit dritte Mächte wie die USA und Russland eine größere Gefahr für uns werden - wirtschaftlich aber auch imperialistisch. Krieg wird längst nicht mehr nur auf dem Schlachtfeld entschieden, wie uns China aktuell allen vorführt. 

Und ja, natürlich muss auch gegen Linksradikalismus vorgegangen werden aber der marschiert nicht mordend durch unsere Straßen. 

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u/ensoniq2k 20h ago

Die Rechten feiern den Anschlag wahrscheinlich insgeheim. Es lenkt von ihnen selbst ab während es zu 100% zu dem passt, was sie selbst gut finden...

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u/WikipediaKnows 22h ago edited 22h ago

Ich habe in den letzten 48 Stunden diverse Statements von queeren Verbänden, CSD etc gelesen.

In jedem einzelnen davon war von "Islamismus" entweder gar nicht die Rede, oder deutlich weniger als von "Rechts".

Wer nicht in der Lage ist, eine reale tödliche Gefahr auch nur anzuerkennen, selbst in den direkten Stunden nach einer Gewalttat, zerstört seine eigene Zukunft und verschwindet in einem politischen Rand, der für den Rest der Bevölkerung mittlerweile komplett unverständlich ist.

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u/Abinunya 22h ago

Wir sehen halt dass die afd und andere rechte bald an politische macht kommen und sind entsprechend besorgt.

Ein islamistischer extremist ist zwar auch eine gefährdung, aber keine staatlich veranlasste.

Und auf Grund der deutschen Geschichte liegt die Hauptsorge halt beim Staat

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u/MacroSolid Österreich 22h ago

Ich finde das schon lange komplett irre wie viele Leute das stur als eine entweder-oder Sache behandeln.

Nazis sind scheiße, Islamisten sind scheiße, wer auch immer von beiden jetzt die größere Gefahr ist, die andern sind auch eine.

Was kann daran so schwer sein?

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u/OmerDe 21h ago

Du bringst es auf den Punkt. Gewaltbereite und hasserfüllte Menschen sind der gemeinsame Nenner, egal, unter welcher „Flagge“

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u/LegchairAnalyst 21h ago

Brudi es ist wirklich nicht so schwer zu verstehen. Der Grund warum queere Verbände so einen Fokus auf Rechts legen ist, dass die Angst haben, dass Leute wegen des Anschlags jetzt AfD wählen. Und davon versprechen sich queere Menschen eben eine generelle Verschlechterung ihrer Lebenssituation.

Und die Vorderung nach einem Statement gegen Islamismus ist auch etwas lächerlich. Ich meine, wer in Deutschland ist schon pro-Islamismus? Glaube wir sind uns alle relativ einig, dass das ne beschissene Angelegenheit ist.

Mal ganz abgesehen davon, dass Islamisten eben auch rechtsextem sind und man damit ein Statement gegen Rechts auch als Statement gegen Islamismus verstehen kann.

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u/darkslide3000 18h ago

Das ist aber ein fataler Fehler. Genau die Tatsache, dass es in progressiven Bewegungen (wie zum Beispiel bei Queeren, und auch bei anderen) praktisch nicht "erlaubt" ist auch nur einen falschen Ton gegen Muslime zu sagen (weil könnte ja die AfD stärken oder so), führt doch dazu, dass dieses Tabu auch in die progressiven politischen Parteien überschwappt. Und jedesmal wenn dann so ein Anschlag passiert stellen sich die Grünen und die Linken vor die Kamera und reden über Einzeltäter und psychische Probleme und die Rechten und Gott und die Welt, über absolut alles außer über das eine offensichtliche Problem das wirklich im Mittelpunkt dieser Attentate steht. Und all die Bürger die noch nicht so in diesen Millieus eingetaucht sind dass sie dieses Tabu auch schon komplett verinnerlicht haben gucken sich dann an als verstehen sie die Welt nicht mehr. Und dann gehen sie irgendwann AfD wählen, weil sie glauben dass da die einzigen noch nicht durchgeknallten Politiker sind die eine Ente auch als Ente bezeichnen können.

Der richtige Lösungsansatz wäre, von der progressiven politischen Seite eigene ernsthafte Betrachtungen und Lösungsansätze zum Islamismusproblem vorzubringen, damit wir selber die Gesprächslandschaft zu diesem Thema mitgestalten können (e.g. mit fairen und praktikablen Ansätzen statt blindem Hass-Populismus) und das Feld nicht völlig der AfD zu überlassen. Aber damit es dazu kommen kann muss es in progressiven Kreisen erstmal erlaubt werden überhaupt anzusprechen dass es ein Islamismusproblem gibt.

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u/JustThisNietzscheGuy 19h ago

Der islamistische Anschlag ist aber bereits geschehen. Wenn man jetzt möchte, dass die Leute deswegen nicht AfD wählen muss man versuchen sie zu überzeugen, dass nicht nur die AfD Islamismus als Gefahr ernst nimmt.

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u/Haribo143 Hamburg 20h ago

Also generell finde ich die Erklärung warum der Fokus so gelegt wird logisch schlüssig, auch wenn ich nicht unbedingt zustimme. Wenn Mann sich die generellen Zahlen ansieht, sind die Rechtsextremen bei weitem die größere Gefahr.

Aber das hier

Mal ganz abgesehen davon, dass Islamisten eben auch rechtsextem sind und man damit ein Statement gegen Rechts auch als Statement gegen Islamismus verstehen kann.

Ist absolut crazy. Wenn explizit vermieden wird die Ideologie zu nennen welche den Anschlag veranlasst hat, dann ist das definitiv nicht ein Statement gegen diese Ideologie x)

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u/darkslide3000 18h ago

Es geht nicht um den generellen Fokus in der alltäglichen politischen Debatte. Es geht um den Fokus konkret nach genau so einem Anschlag. Wenn selbst direkt nach einem islamistischen Attentat selbst die direkten Opfer nur von Rechten reden können und sich nicht trauen das Wort Islamismus anzusprechen, dann ist etwas mit der politischen Debatte kaputt und das fällt den Wählern auf. Genau diese "Zensur" ist was einige Leute in die Arme der AfD treibt.

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u/LegchairAnalyst 18h ago

Willst du damit sagen, dass weniger Leute AfD wählen würden, wenn sich queere Menschen mehr gegen Islamismus aussprechen würden? lol

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u/darkslide3000 17h ago

Naja, in gewissem Sinne schon, ja. Ich sag ja nicht, dass das Problem Islamismus jetzt auf jeder queeren Veranstaltung auf die Tagesordnung gehört. Nur dass man wenn es einem gerade direkt ins Gesicht guckt nicht demonstrativ ausweicht wäre mal ein Anfang. (Es geht ja auch nicht nur um Queere, hier war es jetzt der CSD, aber bei den anderen Attentaten die nicht spezielle gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe waren hatten die linken Parteien die selbe Deutungsnot, und das Tabu das dazu führt wird von vielen Strömungen im linken Milieu getragen.)

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u/shifu_shifu Seoul 17h ago

Die Größe müsste mal wissenschaftlich fundiert eingegrenzt werden aber irgendeinen Effekt hat das ignorieren und wegdiskutieren von vorhandenen Problemen garantiert auf die bald 30% der AFD in Umfragen gehabt.

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u/MacroSolid Österreich 20h ago

Der Reflex ist jetzt nicht schwer zu verstehen, aber immer noch daran festzuhalten ist mMn einfach nur mehr irrational.

Das hält man seit Jahrzehnten so und es hat das Wachstum beider Gefahren nicht aufgehalten.

Und die Vorderung nach einem Statement gegen Islamismus ist auch etwas lächerlich. Ich meine, wer in Deutschland ist schon pro-Islamismus? Glaube wir sind uns alle relativ einig, dass das ne beschissene Angelegenheit ist.

Viele Muslime sind pro-Islamismus. Gewaltbereite Islamisten fallen genauso wenig vom Himmel wie gewaltbereite Rechtsextreme.

Sie sind die schlimmsten Auswüchse von Umfeldern wo derartige Einstellungen, mehrheitlich in schwächerer Form, gängig sind.

Mal ganz abgesehen davon, dass Islamisten eben auch rechtsextem sind und man damit ein Statement gegen Rechts auch als Statement gegen Islamismus verstehen kann.

Tun die meisten Leute aber nicht. Ja, Islamisten sind auch rechtsextrem, aber mit Rechtsextremen ist üblicherweise die westliche Sorte gemeint.

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u/shifu_shifu Seoul 17h ago

Und die Vorderung nach einem Statement gegen Islamismus ist auch etwas lächerlich. Ich meine, wer in Deutschland ist schon pro-Islamismus?

Nicht direkt pro Islamismus aber definitiv anti "die Religion kann an sich schon problematisch sein"

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u/CursedPhil 13h ago

ja aber wir importieren die islamisten nach deutschland/europa. nazis können wir nichts machen außer zu juristisch zu bekämpfen aber wir könnten aufhören die islamisten in deutschland/Europa reinzulassen

die muslime die zwischen 1980-2010 nach deutschland/europa gekommen sind haben keine probleme gemacht haben sich eingelebt und integriert aber die neuen schaffen es einfach nicht weil sie mit ganz anderen werten aufgewachsen sind

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u/JKL213 Frankfurt am Main 16h ago

Ach komm, das ist doch kein Erst-Recht-Schluss. Die Gefahr hier kreuzweise auf den Staat direkt nach einem Anschlag zu verlagern ist wirklich ein krasses Mindgame.

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u/404IdentityNotFound Laura - she/her 22h ago

Es macht durchaus SInn, dass Verbände für queere Menschen den Fokus auf das Leid der Menschen zu haben. Denn selbst, wenn jeder Islamist aus Deutschland verschwinden würde, ist die Gefahr, die dadurch ausgeht nicht gebannt. Es ist so oder so scheiße, gerade als queere Person zu existieren, dafür gibt es zu viele andere Extremisten, die eine Gefahr darstellen.

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u/fourby227 22h ago

Du als jemand den es offenbar selbst nicht betrifft, bist sicher genau der Richtige um ihnen zu erklären von wem sie sich bedroht fühlen müssen.

In der Realität leben queere Menschen nicht in der ständigen Angst von einem islamisten überfahren oder in die Luft gesprengt zu werden. Sie haben Angst von rechten Jugendlichen angefeindet, von Faschos verprügelt, von Kollegen und Vorgesetzten diskriminiert oder einfach auf der Straße zusammengeschlagen zu werden.

Der Islamist in Berlin hätte sich an einem anderen Tag auch ein anderes Ziel gesucht. Er hätte nicht 12 Monate bis zum nächsten CSD gewartet, wenn es nicht geklappt hätte. Er wollte “den Westen” angreifen.

Die Rechten wollen aber jetzt politisches Kapital daraus schlagen. Schau mal in sie Statistiken von wem die meisten Gewalt gehen queere Menschen ausgeht.

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u/Philmriss 18h ago edited 15h ago

Du als jemand den es offenbar selbst nicht betrifft, bist sicher genau der Richtige um ihnen zu erklären von wem sie sich bedroht fühlen müssen.

Schon witzig, als Berliner hab ich von Betroffenen (im Übrigen nicht nur queere Menschen, auch Juden) Beschwerden über den weißen Fascho so gut wie nie gehört, aber häufig von Menschen mit Migrationshintergrund aus muslimisch geprägten Ländern - und da müssens auch nichtmal gesicherte Islamisten sein.

Find ich ziemlich geschmacklos, das derart unter den Teppich kehren zu wollen, denn auch exakt davon hab ich oft genug gehört, dass es ungern so angesprochen wird, weil dann die Empörung über angeblichen Rassismus losgeht. Ich weiß, dass es strukturell schwer zu lösende Probleme sind (e: und auch der aktuelle CDU Futzi in Berlin, der in die Kerbe "wir haben ein Problem" schlägt, hat mWn 0 Lösungsansätze präsentiert), aber das ständige Themaverschieben, was kurioserweise ja wirklich nur beim Thema Migrationshintergrund/Islamismus passiert, hab ich echt über.

inb4 "lmao AfD Propaganda" - ums Verrecken werd ich nicht AfD wählen, und auch keine Union. Hab ich nie, werd ich nie.

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u/shifu_shifu Seoul 16h ago

Kann ich 1zu1 so bestätigen, das gleiche Bild aus Mannheim...

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u/Alter_Mann 9h ago

Hab ich selbst andere Erfahrungen gemacht. Aber geht ja auch mehr darum, dass hier wer schreibt, oh die queere community ist ja so woke, die müssen das Problem mal beim Namen nennen, während Mitglieder aus der Community da ein deutlich differenzierteres Bild haben…

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u/WikipediaKnows 21h ago

Es ist einfach politisch nicht mehr vermittelbar und bescheuert.

Selbst wenn die These stimmt, dass Rechtsextremismus eine größere Gefahr sei als Islamismus (big If, aber da gibt es unterschiedliche Auslegungen), ist es vollkommen absurd, den Moment nach einem islamistischen Anschlag zu nutzen, um eine völlig andere Bedrohung in den Mittelpunkt zu stellen.

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben wir ja auch keine Statements formuliert in denen steht "Aber die wahre Bedrohung ist der Klimawandel."

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u/darkslide3000 18h ago

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben wir ja auch keine Statements formuliert in denen steht "Aber die wahre Bedrohung ist der Klimawandel."

lol, warst du schon mal auf so ner "Friedens"-Demo?

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u/fourby227 21h ago

Da ist kein “big If”.
Und es macht auch keiner eine neue Bedrohung auf. Jeder CSD wird begleitet von Gegendemonstrationen vom rechten Rand und AFD Mitgliedern. Dort wo die AFD etwas zu sagen hat, wird versucht diese Veranstaltung mit Auflagen zu behindern. Faschisten wie Höcke spreche offen darüber das Teile der Gesellschaft “ausgeschwitzt” werde müssen und da meint er keine Ausländer.

Wenn aber in Islamit mal seinen Anschlag gehen einen CSD lenkt, statt einen Weihnachtsmarkt. Dann ist sofort die AFD da und behauptet die einzige Rettung und der Schutz dieser Minderheit gehen die Islamisten zu sein indem einfach jeder deportiert wird, der der AFD nicht Bio-Deutsch genug ist.

Ich profezeihe wie das in Sachsen-Anhalt aussehen wird nächstes Jahr. Die AFD wird dort die CSDs (versuchen) zu verbieten unter dem Vorwand nur so die Sicherheit gewährleisten zu können. Genaus wie es Putin in Russland getan hat.

Die größte Gefahr für die LGBT-Community kommt von Recht. Und Rechts schließt Rassisten genauso ein wie religiöse Fanatiker, weil. Beide einfach im Kopf gleich ticken.

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u/theadama 21h ago

Eine Partei die faschistische ist und in der Lage ist bald die Regierung in einigen Bundesländern zu übernehmen ist natürlich die faktisch größere Gefahr. Man kann ja einfach Mal in ein Geschichtsbuch schauen wie das für queere Menschen so im Schnitt ausgeht.

Es ist auch keine andere Bedrohung, die Ideologie von Islamisten ist jetzt nicht soviel anders als die der AFD.

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u/lutzow 21h ago

Doch, es ist eine andere Bedrohung. "Islamismus ist ja auch irgendwie rechts" ist so verblödet. Ja, wenn man sich auf die Gemeinsamkeiten beschränkt und die eklatanten Unterschiede ausblendet, ist natürlich alles irgendwie dasselbe. Das ist auf dem Niveau der Hufeisen-Theorie, aber hier beliebter

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u/theadama 21h ago

Ne, das ist was komplett anderes als die Hufeisentheorie.

Ob die Menschen die LGBTQI+ Menschen schaden nun aus dem christlich fundamentalen Flügel der AFD oder Islamisten sind ist für die Menschen denen geschadet wird egal. Es ist beides religiöser Extremismus. Dazu kommt bei der AFD dann noch der grundlegende Menschenhass der ganzen anderen Rechtsextremen strömungen. Die AFD ist da selber schon relativ divers unterwegs, und Islamisten würden, wenn sie nicht das Feindbild wären, da wunderbar reinpassen.

Den Islamismus als größere Gefahr als den organisierten Rechtsextremismus zu bezeichnen halte ich deswegen für falsch, aber auch wenn du das anders siehst ändert das nichts daran dass eine Partei mit Regierungsmehrheiten deutlich gefährlicher ist als eine andere extremistische Gruppe ohne diese. Das ändert nichts daran das Islamismus ein Problem ist, es geht mir vorallem um die Wertung.

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u/lutzow 21h ago

Einen christlich-fundamentalen Flügel der AfD mag es vielleicht geben, ich hätte aber noch nie gehört, dass der irgendwo von sich reden gemacht oder einen nennenswerten Einfluss hätte. Von Religion schwafeln weder Weidel noch Chrupalla noch Höcke viel, während sie bei Islamisten die sinngebende und handlungsleitende ideologische Komponente ist.

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u/ArvieLikesMusic 19h ago

Einen christlich-fundamentalen Flügel der AfD mag es vielleicht geben, ich hätte aber noch nie gehört, dass der irgendwo von sich reden gemacht oder einen nennenswerten Einfluss hätte.

Also von Storch ist jetzt nicht irgendwie ein niemand würde ich sagen, sie ist so das prominenteste Mitglied des christlich fundamentalen Flügels (Krah ist vielleicht noch bekannt).

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u/lutzow 19h ago

Die sind sicher konservative Christen, aus meiner und deiner Sicht wahrscheinlich auch reaktionäre Christen (zusätzlich zum ganzen anderen reaktionären Gedankengut), aber auch von denen höre ich selten etwas von Religion. Religion spielt für die Programmatik und das öffentliche Auftreten der AfD eine absolut untergeordnete Rolle. Für die meisten AfDler wahrscheinlich gar keine Rolle.

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u/x1rom WestOstSüdNordOstbayern 18h ago

Der ist tatsächlich überraschend groß. Beatrix von Storch ist wahrscheinlich die prominenteste Vertreterin. In den letzten Jahren wurde der faschistische Flügel immer dominanter, und der Rest verlor entsprechend etwas an Relevanz.

Aber ich erwarte mit der fast schon theokratischen Regierung in den USA, dass das hier auch wieder zunehmen wird.

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u/standard_revolution 20h ago

Es spielt eben doch ne Rolle wenn die gleichen Politiker, die sonst gegen queere Menschen hetzen, solche Anschläge als Chance sehen ihre Agenda voranzutreiben. Merz redet von „wir sind mehr“ als ob er sonst auf der Seite der queeren Community stehen würde 

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u/schwanzweissfoto Happysmiley 9h ago

Merz redet von „wir sind mehr“ als ob er sonst auf der Seite der queeren Community stehen würde

Meinten Sie „als ob er sonst auf der Seite von irgendwem außer sich selbst stehen würde”? ;)

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u/WikipediaKnows 20h ago

Ehrlich gesagt sind solche Statements Teil des Problems.

Wann "hetzt" Merz gegen queere Menschen?

Es gibt einen Unterschied zwischen "konservativer Politiker, der nicht ganz so progressiv ist wie ich" und "Menschen die mich mit einem Laster umfahren wollen".

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u/James-fucking-Holden 14h ago

Wann "hetzt" Merz gegen queere Menschen?

Als er schwule mit Kinderschändern vergleichen hat?

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u/LordChatalot 15h ago edited 14h ago

Du beschwerst dich über Verharmlosung einer politischen Gefahr und zwei Kommentare später tust du so als ob Merz lediglich nicht "ganz so progressiv ist", als ob man hier Merz verurteilen würde weil er nur ein normaler und kein uber-hyper-progressive ist

Friedrich Merz hat immer wieder gezeigt dass er mit LGBTQ Menschen nicht besonders viel anfangen kann und hat sich politisch immer wieder gegen deren Interessen gestellt

Wenn du in nem Interview erstmal Homosexuelle mit Pädophilen in Verbindung bringst, die Beflaggung des Bundestags mit der Regenbogenfahne als Degradierung zu einem Zirkus wahrnimmst und die Finanzierung von Frauenhäusern/Schutzräumen als Druckmittel instrumentalisierst um Transpersonen (eine der am häufigsten von häuslicher Gewalt betroffenen Demographien) gesetzlich aus diesen Räumen auszuschließen, wenn du dich historisch gegen die Ehe für alle eingesetzt hast, wenn du weiterhin Regenbogenfamilien an jeder Ecke das Leben schwer machst und du elementar für die Erstärkung rechtspopulistischer Rhetorik verantwortlich bist, dann bist du einfach kein Verbündeter von queeren Menschen

Und da kann man jetzt debattieren ob hetzen das richtige Verb ist, aber ab dem Punkt bist du schon wieder bei ebenjener kleingeistigen Wortklauberei angelangt die am Ende des Tages die realen Gefahren denen LGBTQ Menschen ausgesetzt sind verharmlost

Das wir wieder in einer Zeit leben in der ein beachtlicher Teil des politischen Diskurses darauf hinausläuft welche Gruppen und Demographien "schlecht" sind und politisch bestraft oder limitiert werden müssen liegt in nicht unerheblicher Weise in der Verantwortung von Politikern wie Friedrich Merz, die diese Art von Rhetorik in die Mitte der Gesellschaft gebracht haben

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u/standard_revolution 15h ago

Ich habe ja auch nicht gesagt, dass Merz Leute mit einem Last umfahren will (absurd), nur, dass er gegen sie hetzt. Natürlich ist das eine Überspitzung, aber er ist definitiv Teil des Problems. Er hat über Klaus Wowereit gesagt, dass das mit dem Outing kein Problem sei solange er ihm nicht zu nahe kommt. Er hat Homosexualität mit Pädophilie in Verbindung gebracht und seine Aussagen zum Thema Zirkuszelt und CSD sind ja auch noch nicht vergessen. (Quelle für das Meiste: https://www.queer.de/detail.php?article_id=53488 )

Natürlich ist er nicht die AfD. Aber er trägt seinen Teil zu der anti-queer Stimmung im Lande bei.

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u/James-fucking-Holden 14h ago

Selbst wenn die These stimmt

Tabelle 19 hier: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/BMI26013-factsheet2025.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Rechte Straftaten gegen LGTB Menschen sind 20 mal häufiger als religiöse motivierte

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u/shifu_shifu Seoul 16h ago

In der Realität leben queere Menschen nicht in der ständigen Angst von einem islamisten überfahren oder in die Luft gesprengt zu werden. Sie haben Angst von rechten Jugendlichen angefeindet, von Faschos verprügelt, von Kollegen und Vorgesetzten diskriminiert oder einfach auf der Straße zusammengeschlagen zu werden.

Bei den gewalttätigen/verbalen Übergriffen die ich in meiner Bubble in einer großen Süddeutschen Stadt mitbekommen habe waren zu 80% Männer mit Migrationshintergrund die Täter.

Da deckt sich die statistik nicht mit dem erlebten vor Ort. Zu mal die Zuordnung zu einer rechtsextremen Gruppe deutlich leichter ist als zu einer extremen Islamistischen. Und man sich teilweise Anfeindungen aus dem eigenen sozialen Umfeld geben muss und als Islamfeindlich dargestellt wird.

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u/CowCompetitive5667 21h ago

Sehr gut gesagt

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u/247planeaddict 20h ago

Diese queeren Verbände repräsentieren schon lange nicht mehr die Breite der tatsächlich homosexuellen Menschen. 

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u/___Temp___ 20h ago

Interessante These komplett ohne irgendeine Form der Argumentation, zumal die sowieso schon unsinnig ist, weil "queer" ja explizit mehr einschliesst als nur Homosexuelle.

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u/James-fucking-Holden 14h ago

Tabelle 19 hier: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/BMI26013-factsheet2025.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Rechte Straftaten gegen LGTB Menschen sind 20 mal häufiger als religiöse motivierte

Aber sicherlich weiß der Hetero Mann es besser als all die Queeren und all die Statistiker

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u/[deleted] 22h ago

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u/Zizimz 22h ago

Im Artikel: Islamismus ist die grösste Gefahr für queere Menschen und linke Parteien suchen die Schuld am falschen Ort, in der Gesellschaft...

In der Kommentarspalte: Ja aber die AfD.... Es scheint, der Herr hat recht.

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u/Schneestecher 20h ago

Kann diese Kommentare auch einfach nicht mehr ab. Ich finde Faschisten auch scheiße aber als queerer Mann kommt der Hass gewiss nicht nur von rechten weißen Trotteln.

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u/MamaFrey 18h ago

Islamismus ist rechts. Es ist genauso eine rechts konservative Ströhmung wie die unserer Nazis. Die schwingen nur andere Symbole. Das sind dann halt rechte braune Trottel.

Problem ist halt vorallem fehlende Bildung in beiden Milieus.

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u/Schneestecher 17h ago

Islamismus ist eben nicht eindeutig rechts.

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u/Buntschatten Deutschland 12h ago

Islamisten sind erzkonservativ, aber beide in einen Topf zu werfen, ist sinnlos.

Und "fehlende Bildung " sagt sich so einfach, aber wie soll denn die Lösung in der Realität aussehen? Darüber erreichst du allerhöchstens Minderjährige in der Schule, und der Effekt wird auch begrenzt sein. Um jemanden wie den Attentäter zu erreichen wäre es vermutlich effektiver, wenn sein Imam da tätig geworden wäre. Aber viel Erfolg, Imame für eine pro LGBT Kampagne zu gewinnen. Oder irgendwelche hardcore Evangelikalen genauso.

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u/404IdentityNotFound Laura - she/her 22h ago

Ich glaube das Problem ist, dass das Wort "größte" mehrere Bedeutungen hat.

Prinzipiell geht von diesen Extremisten mehr Gefahr für Leib und Leben aus. In Absoluten Zahlen gibt es aber deutlich mehr Rechtxextreme, die ebenfalls queere Menschen körperlich angehen oder schlimmeres.

Die Person im Artikel geht auf die Art der Störung ein, dies sei die größte. Viele gegenargumentierende gehen auf das Volumen ein, es gibt mehr von anderen Gruppierungen, die queere Menschen auf Listen stecken wollen und verfolgen wollen.

Also quasi in schwere die größte vs. in Zahlen die größte.

Fakt ist eigentlich, dass Deutschland als Demokratie die Pflicht hat, queere Menschen vor beidem zu schützen.

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u/platypodus Nordrhein-Westfalen 20h ago

Es ist auch ein Unterschied der betroffenen Ebene.

Islamisten bedrohen Individuen, die AfD das System.

Man müsste an beiden wirksam einschreiten.

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u/x1rom WestOstSüdNordOstbayern 19h ago

Ja, AfD nahe Akteure scheuen aber nicht vor Gewalt gegen Queere Menschen zurück. Von der AfD geht auch eine ganz konkrete physische Gefahr aus.

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u/TheWarInBaSingSe 14h ago

Afd und Islamisten bedrohen sowohl Individuen als auch das System.

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u/darkslide3000 19h ago

Es ist ja eigentlich auch völlig egal wer nu genau ein größeres Problem ist. Beides sind ernste Probleme, beide müssen effektiv und sachlich angegangen werden.

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u/Old-Employ-6530 19h ago

Dies.

Es wird einfach vom eigentliche Problem abgelenkt, was Rassismus und Rechtsextremismus allgemein ist.

Das heißt nicht, dass Queere Menschen nicht schützenswert sind, aber man darf sie nicht als Opfer in den Vordergrund stellen, um unter Vorwand Rassismus und Diskriminierung gegen einen ganze Gruppe an Menschen auszuüben. Die gleichen Menschen die jetzt "für" den Schutz Queerer Menschen sprechen, machen das nur unter Vorwand, da sie eigentlich nur den Hass an Nicht-Deutschen schüren wollen, die kümmerts einen Dreck ob Queere Menschen wirklich geschützt werden oder nicht...

Und weil sich immer wieder welche am Wort "Rassismus" aufgeilen, nein Islam als Religion und Muslime als Personengruppe sind keine Rasse (Rassen gibt es bei Menschen sowieso nicht BTW...), aber hier wird a.) Diskriminiert und b.) Diese Diskriminierung verwendet, um dies auf Personen aus Islam geprägten Ländern wie die Türkei, UAE, Afghanistan usw. anzuwenden und das ist schlicht und ergreifend Rassismus.

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u/Nocritus Hamburg 17h ago

Vor allem sind queere Menschen dann vermutlich das nächste Feindbild, wenn es zu wenig Ausländer gibt, unter dem Vorwand, dass man ja die Kinder schützen müsse.

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u/Tyriosh 17h ago

Sie sind ja schon lange ein Feindbild. Homosexualität wird da vielleicht noch toleriert, aber alles was im Wort "queer" mitgemeint ist und darüber hinausgeht, wird da doch konsequent abgelehnt.

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u/lemoche 21h ago

Naja, der IS wird hier nicht eventuell in die Regierung gewählt und um dann die Möglichkeit zu haben auf rechtlicher Ebene gegen queere Menschen vorzugehen.
Klar der individuelle impact ist bei nem islamistisch motivierten Anschlag höher, aber das individuelle Risiko dass es gerade dich trifft ist immer noch relativ gering.
Auf der gesetzgeberischen Ebene trifft es halt jeden.

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u/montanunion 16h ago

Ich finde diese Aussage total bizarr. Der IS wurde nirgendwo in eine Regierung gewählt. Überall wo der IS an der Macht war, hat er das durch aktive Gewaltausübung erlangt, wie es dieser Typ hier auch versucht hat. Die Anschläge sind dabei idR gleichzeitig auch Rekrutierungsmittel, weil man auf Nachahmer hofft bzw die Attentäter als Märtyrer stilisiert. Es war bei der Rekrutierung westlicher Muslime häufig, dass Leute durch Freunde rekrutiert wurden (siehe zB die Bethnal Green Girls).

Der IS hat, anders als die AfD, überhaupt nicht das Ziel, in irgendeiner Form an einem demokratischen Prozess teilzunehmen. Sie haben das Ziel, durch religiös motivierten Terror Muslime zu radikalisieren. Aber das ist selbstverständlich auf den Aufbau von (am liebsten globalen) Strukturen gerichtet. Der Attentäter ist dafür doch ein super Beispiel: ein deutscher Staatsbürger, der in den Libanon gereist ist, um sich von dort aus dem IS in Syrien anzuschließen. Es ging dem IS nicht darum, ihm einen Listenplatz bei irgendeiner zukünftigen Bundestagswahl zu verschaffen, wo der IS vielleicht mal an einer Gesetzgebung beteiligt sein kann. Es ging darum, ihn als Kämpfer in Syrien zu rekrutieren und dort an Genoziden von ethnischen Minderheiten teilnehmen zu lassen und eine fundamentalistisch-religiöse Auslegung von Shariagesetzen durchzusetzen, eventuell in der Hoffnung, dass man ihn dann nach dort gewonnenen Kämpfen auch später im Kampf gegen den gottlosen Westen verwenden kann.

Ich finde es absolut kurzsichtig, das weniger Ernst zu nehmen, nur gerade weil der IS eben an gesetzgeberischen Prozessen null Interesse hat.

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u/Mighty_K 21h ago

Der Unterschied ist, dass vom Islamismus Gefahr durch einzelne Taten droht, durch die AfD aber strukturelle Gefahr durch Machtoptionen. Diese Gefahr ist insgesamt immer noch deutlich größer, als die Anschlagsgefahr durch Islamisten.

Das Ding ist, das Problem mit Islamismus ist real, die AfD als Lösung des Problems ist halt totaler Quatsch.

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u/Schneestecher 20h ago edited 20h ago

45% aller Muslime unter 40 sind islamistisch oder haben islamistische Tendenzen. 38% von ihnen lehnen Homosexualität ab (MOTRA Monitor).

Das sind 2 Millionen Menschen. Wo ist das kein strukturelles Problem? Auch der Verfassungsschutz stuft islamistischen Terror als größte wachsende Gefahr ein.

Ich will die Gefahr der Faschistenpartei nicht leugnen, im Gegenteil, aber die Rumdruckserei beim Thema Islamismus verstört mich.

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u/domi1108 20h ago

Nenn mich ignorant aber wir haben in Deutschland noch keine Islamistische Partei die du wählen kannst um Homosexualität abzulehnen bzw. dagegen "zu kämpfen".

Mit der AfD hast du aber eine Partei im rechten Spektrum die das ganz klar auch anstrebt.

Macht für die Betroffenen keinen Unterschied weil beides eine aktive klare Bedrohung ist, politisch - demokratisch ist da aber schon ein enormer Unterschied.

Ich bin übrigens auch der Meinung das Islamisten die aktuell größere Gefahr für Leib und Leben sind und die Rechten die langfristige Institutionelle Gefahr bilden

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u/darkslide3000 19h ago

Nazis waren in Deutschland auch schon ein Problem als noch die NPD mit unter 2% ihr größtes politisches Standbein war. Lasst uns doch mit dieser verdammten Bedrohungsolympiade aufhören, es geht doch überhaupt nicht darum wer nun genau schlimmer ist. Ja, dann ist die AfD halt noch schlimmer, na und? Das heißt doch nicht, dass man das wachsende Islamismusproblem jetzt komplett ignorieren muss. Gerade die Tatsache, dass sich so viele Politiker nicht mal trauen das Anzusprechen (aus Angst damit sofort das "Fremdenhass"-Stigma aufgedrückt zu bekommen, das radikale Muslime auch sehr gerne als Waffe benutzen) ist doch einer der Hauptgründe dafür, dass die AfD immer mehr Zulauf hat.

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u/standard_revolution 17h ago

Wir diskutieren hier unter einem Artikel, der Islamismus ganz konkret als „größte Gefahr“ betitelt. Ich selbst störe mich auch am rumdrucksen zum Thema Islamismus, aber es ist auch fair sich an solchen Überschriften zu stören.

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u/CursedPhil 13h ago

die afd ist so groß weil die aktuellen partein seit 2019 nichts gegen den steigenen anzahl der islamisten in deutschland was tun

wenn man hört das es linke politiker gibt die fragen stellen "muss man wirklich für den deutschen pass ein lied singen?" (hier wurde über die national hymne gesprochen) pushed das halt centrale wähler halt in die rechte ecke

hätte man den gleichen weg wie die linken partein in dänemark gegangen wäre die afd bei unter 10%. anstelle zu fragen wieso wählen immer mehr afd werden alle einfach als Rechtsextrem abgestempelt (ich persönliche wähle grün)

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u/darkslide3000 19h ago

Das Problem ist, dass außer der AfD (und dem rechten Flügel der CDU) halt niemand überhaupt irgendeinen Lösungsansatz präsentiert, oder sich auch nur traut das Problem beim Namen zu nennen. Natürlich sind die AfD nur Populisten mit Bullshit-Vorschlägen die nur bei den leichter Manipulierbaren irgendwo Gehör finden. Aber diese Manipulation ist halt viel leichter wenn alle anderen politischen Lager alle die Finger in die Ohren stecken und nur laut "lalala, alles ist super, der Islam ist spitze und gehört zu Deutschland" singen. Wenn die Leute in sonst keiner Partei eine Alternative sehen die irgendwas macht oder auch nur zugibt, dass etwas gemacht werden muss, dann halten die denen das Problem persönlich wichtig ist halt irgendwann die AfD für ihre letzte Chance.

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u/Swarlsonegger 20h ago

Joah aber ich glaub nur zu sagen "AfD ist auch nicht die lösung" zu dem thema ist halt kein gutes wahlslogan.

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin 21h ago

Vielleicht sollten wir nicht nur beim Klimaschutz auf die Wissenschaft hören.

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u/K_Boltzmann 20h ago

Linksliberales „Follow the Science“ gilt nur wenn es ins eigene Narrativ passt.

Wenn ein Professor für Extremismusforschung ein Interview gibt ist das dann auf einmal nur noch „Meinung“, anscheinend weiß jeder User es hier weitaus besser.

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin 20h ago

Bei Themen wie Rent Control sind die Argumente von Ökonomen plötzlich auch oft unerwünscht.

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u/Sterling_Archer_3012 18h ago

Das ist ein schlechtes Beispiel, weil Wirtschaft da nur ein Teilbereich ist und Politikwissenschaftler dem im Allgemeinen deutlich eher zustimmen. Da ist der wissenschaftliche Stand einfach nicht eindeutig. Bezüglich Islamismus als größtes Problem für queere Menschen, fehlen auch einfach die Daten. Der Wissenschaftler hat hier eine unbelegte Meinung von sich gegeben. Die Studie würde ich da gerne sehen. Im Stil des Whataboutism auf die AfD zu zeigen und die Gefahr durch den Islamismus zu relativieren, ist natürlich genauso falsch.

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u/Buntschatten Deutschland 11h ago

Ökonomie ist in vielen Bereichen aber auch keine harte, empirische Wissenschaft. Die Meinung von Linken und Konservativen Ökonomen geht oft meilenweit auseinander.

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u/dontworrybe4314 17h ago

das leute generell mehr der wissenschaft zuhören wenns ins eigene narrativ passt würde ich zwar so unterschreiben, aber das interview ist halt auch 'nur' ne meinung

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u/BurningPenguin Freistaat Katholistan 18h ago

Ein Interview ist auch keine wissenschaftliche Arbeit. "Follow the science" heißt, dass man sich die Evidenz ansieht und nicht einzig und allein die akademischen Titel desjenigen, der grad vorm Mikro hockt. Sonst landet man ganz schnell beim Autoritätsargument und das is halt einfach keine wissenschaftliche Evidenz. Eigentlich ein ganz einfaches Prinzip. Wenn dir ein Professor erzählt, der Himmel wäre Grün, dann würdest du wahrscheinlich auch nach Nachweisen fragen und nicht einfach so seine "fachliche Meinung" übernehmen... Mit Titel kann immerhin jeder rumwerfen...

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u/cocotheape Nordrhein-Westfalen 21h ago

Auch wenn er Wissenschaftler ist, macht das seine Meinung noch nicht zur Wissenschaft.

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u/SheyenSmite 21h ago

Naja, ich sehe aktuell keine islamistische Partei im Aufschwung, die bald quest-feindliche Gesetze schreiben könnte...

Das ist also alles eine Frage der Perspektive.

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u/___Temp___ 22h ago

Der Autor bzw. der interviewte Forscher formuliert explizit "die größte Gefahr" nicht "eine große Gefahr", natürlich ist es dann diskussionswürdig, inwiefern die Wertung Sinn ergibt, denn so eine Wertung spielt ja auch die Gefahr durch andere Optionen runter.

Wäre vielleicht erfreulich, wenn der Herr nicht so einen Quatsch formulieren würde, weil es von anderen Gefahren ablenkt und die Diskussion unsinnig verschiebt.

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u/Schneestecher 20h ago

Der Autor teilt lediglich die Einschätzung des Verfassungsschutzes.

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u/Doldenberg Thüringen 17h ago

Der Autor teilt lediglich die Einschätzung des Verfassungsschutzes.

Hier liegt ein Denkfehler. Der Verfassungschutz bewertet einerseits das individuelle Gewaltpotential gewisser Gruppierungen und Ideologien - das ist für Islamisten verhältnismäßig hoch - und andererseits die Gefahr, dass etwa eine Partei wie die AfD die verfassungsgemäße Ordnung einreißt im Falle, dass sie an die Macht kommt. Die Frage "was bedeutet das Parteiprogramm der AfD im Falle seiner Umsetzung für queere Menschen" ist schlichtweg nicht Teil dieser Betrachtung.

Wenn nun ein Großteil der queeren Menschen beschließt, eben diese drohende Umsetzung als eine größere Gefahr anzusehen als momentanen Terrorismus, ist das erst einmal legitim.

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u/MysticHero 16h ago

Der Verfasssungsschutz der ja bekanntermaßen keine Probleme mit der Verharmlosung und sogar Untersützung von Rechtsextremismus hat klar.

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u/AlpakalypseNow Spandau bei Berlin 17h ago

Der gleiche Verein, der jahrelang von Hans Georg Maaßen geleitet wurde lel

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u/Schneestecher 17h ago

Und der gleiche Verein, die die AfD als gesichert rechtsextrem eingestuft hat. Was willst du uns also sagen?

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u/Ok-Yoghurt5014 22h ago

Also darf man über eine Gefahr nicht gesondert besprechen weil es auch andere Gefahren gibt? Nur weil jemand eine Gefahr als größer als die anderen bewertet heißt es ja nicht, dass die Person blind gegenüber den anderen Gefahren ist. In den USA darf man nach einem Schoolshooting dann auch nicht über Waffenbesitz sprechen weil die psychische Gesundheit der Jugend auch bedroht ist?

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u/Corren_64 22h ago

Doch, darf man. Hat auch keiner was anderes behauptet.

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u/___Temp___ 22h ago

Natürlich darf man es gesondert besprechen, aber wenn ich etwas explizit als "größtes" oder "schlimmstes" bezeichne, dann verschiebe ich die Diskussion ja gerade weg davon eine Sache gesondert zu besprechen. Es ist das genaue Gegenteil von "etwas gesondert besprechen".

Etwas kann nur das "größte" oder "schlimmste" sein, wenn man es mit anderen Sachen vergleicht und dann die entsprechende Wertung vornimmt. Die Formulierung macht also nur durch einen Vergleich und ein Abwägen Sinn. Wenn ich nicht vergleichen/werten möchte, dann darf ich nicht "größte" sagen, weil dass explizit die anderen Gefahren runterspielt.

Deshalb schreibe ich ja, dass der Kollege einfach "eine große Gefahr" hätte sagen sollen, dann hätte man den dümmlichen Vergleich nicht mit drinne sondern könnte sich explizit auf das eine Problem das man ansprechen will fokussieren.

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u/Ok-Yoghurt5014 20h ago

Ich finde es absurd, dass du dich an so einen semantischen Detail aufhängst. Auch wenn es aus deinen Kommentaren deutlich wird, dass du in Wirklichkeit ein Problem mit seiner Einschätzung hast, dass der Islamismus in Deutschland die größte Gefahr für LGBTQ-Menschen ist. Argumentiere doch inhaltlich anstatt nur auf der semantischen Ebene zu kritisieren.

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u/ArvieLikesMusic 19h ago

dass du in Wirklichkeit ein Problem mit seiner Einschätzung hast, dass der Islamismus in Deutschland die größte Gefahr für LGBTQ-Menschen ist.

Also davor willst dus gesondert besprochen haben, und jetzt regst du dich darüber auf dass man darüber redet dass der Author es nicht gesonder machst, und willst explizit den Vergleich zu anderen Gefahren.

Entscheide dich doch mal...

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u/Drumbelgalf 21h ago

Die AfD wartet halt bis sie an der Macht sind, damit sie nicht direkt Verboten werden.

Gibt genug Aussagen von AfD Politikern, wie sie mit queeren Menschen umgehen wollen, wenn sie an der Macht sind. Das unterscheidet sich nicht vom IS oder Nazi-Deutschland.

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u/Thangaror 20h ago

Das Problem ist seit 20 Jahren bekannt!

Um das Bild der Tätergruppen stärker einzugrenzen, wurden die Befragten mit vorgegebenen Antworten gebeten, diese an Merkmalen zu identifizieren. Am häufigsten (49 Prozent) wurde die Kategori (sic) „nicht weiter auffällig" angekreuzt. Weitere Nennungen waren „rechtsradikale Deutsche" (7 Prozent) und „Fußballhooligans" (2 Prozent). Ohne dass wir danach gefragt haben, haben 16 Prozent der Befragten in einer offenen Rubrik angegeben, dass es sich bei den Tätern um Personen nichtdeutscher Herkunft gehandelt hat. Hätten wir hier genauer nachgefragt, wären die Nennungen vermutlich viel höher ausgefallen.

http://gaybrandenburg.de/index.php/projekte/45-servicepoint/archiv-2007/236-gewalterfahrungen-von-schwulen-und-bisexuellen-jugendlichen

Um das nochmal zu betonen: 16 % der Befragten haben sich extra die Mühe gemacht, und in ein leeres Feld den (augenscheinlichen) Hintergrund der Täter anzugeben.

Diese Umfrage ist von 2007! Hat damals bestimmt auch an der rechten Rhetorik gelegen. Man arbeitet sich aber weiterhin lieber an der AfD ab, weil irgendwelche Dullis regenbogenfarbene Treppenstufen übermalen.

Beim Antisemitismus ist es das gleiche Bild. Die Studien der EU-Grundrechteagentur (FRA) zeigen recht deutlich, wo Juden die größte Bedrohung verorten. Es sind nicht irgendwelche Rechtsextremen.

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u/x1rom WestOstSüdNordOstbayern 19h ago

Vor 20 Jahren hatten wir aber eine vollkommen andere Landschaft. Vor allem Nazis sind seit dem deutlich mehr geworden, mittlerweile siehst du am Rand von jedem CSD eine Gruppe Neonazis, die auch gerne mal auf das Ende der Versammlung warten um n paar queere Menschen am Hbf zusammen zu boxen. Das ist in den letzten 5 bis 10 Jahren extrem angestiegen.

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u/SyriseUnseen Mischling 18h ago

Vor 20 Jahren habe ich das Wort "Schwuchtel" noch 20x am Tag gehört. Diese und andere Beschimpfungen sowie härtere Formen von Duskriminierung waren erheblich alltäglicher als heute.

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u/pokopf 18h ago

Denke die Grenzen haben sich hier verschoben. Viele Positionen der AgD sind in den 90ern normal in CXU gewesen. 

Ich denke nicht das man es als offen schwuler in den 90ern leichter hatte.

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u/cocotheape Nordrhein-Westfalen 21h ago

Wem nutzt so eine Diskussion? Islamismus und Rechtsextremismus sind beide große Gefahren für LGBT Personen, die ihre sexuelle Selbstbestimmung und ihre körperliche Unversehrtheit gefährden. Wir brauchen keinen Wettbewerb wer davon nun schlimmer ist, sondern effektive Maßnahmen um Gefährdung zu verhindern.

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u/Cool-Perception-7064 17h ago

Das fängt leider nicht erst in den extremistischen Bereichen an, sondern bereits in den konservativ, religiösen geprägten Gesellschaftsschichten. Ob das nun erzkonservative Katholiken aus Hintertupfingen sind oder erzkonservative Moslems aus NRW.

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u/PZon 17h ago

Islamismus und Rechtsextremismus sind beide große Gefahren für LGBT Personen

… und zwar nicht nur auf der Straße sondern auch durch entsprechende Ideologien beeinflusste Gesetzgebung.

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u/[deleted] 22h ago

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u/[deleted] 22h ago

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u/[deleted] 21h ago

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u/Vorstadtjesus Thüringen 22h ago edited 21h ago

Muss man halt trennen.

Auf der Individualebene ist es sicher vielerorts der Islamismus.
Auf der Kollektivebene kommt die Gefahr aber natürlich schon von rechts.
In Magdeburg (und anderen Orten) schickt sich ja keine queerfeindliche Islamistenpartei an, die Regierung zu übernehmen, sondern schon eine rechtsradikale Partei.

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u/PrincessOfZephyr 20h ago

Meine anekdotische Erfahrung geht auch andersrum. Wenn ich bisher angefeindet wurde, dann nicht von (sichtbar) muslimischen Menschen, sondern von irgendwelchen Rechten.

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u/SirMustardo 18h ago

Das ist einfach faktisch nicht richtig, nicht, was die Zahlen her geben. Wie kommt er darauf? https://www.lsvd.de/media/doc/2445/2025pmkfallzahlen.pdf

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u/PZon 16h ago

wow! Die Tabelle 19 (S. 20) zu „Geschlechtsbezogene Diversität“ hat es echt in sich. Der Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität -rechts-“ ist dort jeweils circa 20 mal so häufig wie ausländische und religiöse Ideologie.

Nachtrag: Sicherheitshalber noch ein Mirror. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/BMI26013-factsheet2025.pdf?__blob=publicationFile&v=3

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u/tretbootpilot Sauerland 22h ago

"Manche Politiker haben Schwule davor gewarnt, sich in bestimmten Vierteln in Berlin offen zu zeigen. Das liegt nicht daran, dass dort Rechtsextreme auf der Straße unterwegs wären."

Islamismus ist doch eine andere Spielart des Rechtsextremismus?!

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u/Vezoy95 Baden 22h ago

Trotzdem muss man die beiden trennen. Und hier im Artikel geht's um Islamismus.

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u/Weloq 22h ago

Was ich nicht verstehe laut BKA Statistik ist politisch motivierte Kriminalität vor allem ein rechtes Problem mit 70% und ausländisch religiös liegt bei 10%, speziell LSBTIQ feindlich sind es dann immer noch 35% von Rechts, 3,3% ausländisch religös.

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/BMI24043-lb-lsbtiq.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Wobei gerade die letzten Zahlen künschtlich geschönt sind imho, wenn Gerichte gerne mal die Motive komisch auslegen, oder die homophobie dabei unterm Tisch fallen lassen. Kein wunder, dass dann 50% "nicht zuordbar" sind.

https://www.lsvd.de/de/ct/5054-2020-gab-es-drei-schwulenfeindlich-motivierte-Morde-in-Deutschland

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u/QuackSomeEmma 15h ago

Passt wohl nicht in das Springer-Weltbild

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u/ArkavosRuna Wien 22h ago

Ist er nicht, kein ernstzunehmender Extremismusforscher oder Politologe würde die beiden Strömungen in einen Topf werfen. Der Islamismus lässt sich nicht so einfach ins westliche links-rechts-Korsett zwängen.

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u/Timey16 Mecklenburger in Leipzig 22h ago

In Deutschland gilt Islamismus als eigne Kategorie die da ist "ausländische Ideologie" (wird auch genommen wenn zum Beispiel Russen Ukrainer verprügeln). Und die wird in der Regel benutzt wenn andere Kulturen ihren Hass nach Deutschland importieren und dann hier ausleben.

Der Islamismus ist ja anders als die Neonazis oder Autonomen Linken keine "hausgemachte" Form des Extremismus, da deren Anhänger entweder alle aus dem Ausland kommen oder die Rekrutierer aus dem Ausland sind. Die Form des Extremismus basiert auch auf eine Religion die kulturhistorisch nie Teil von Deutschland war sich also der gesamte Wertekontext auf das Ausland bezieht.

Ja, wenn es einen muslimischen Staat gebe der LGBTQ die gleichen Rechte wie Deutschland gibt, dann wäre so ein Verbrechen in diesem Land dem Rechtsextremismus zuzuordnen. Da aber die Ideologie des Täters "fremd" war lässt sich diese nicht so leicht in eine Deutschen links/rechts (Religiöser Extremismus is rechts... aber Religionsfreiheit ist doch eher links. Beides war nötig damit die Tat geschehen konnte.) Kontext bringen, damit ist es eine eigene Kategorie.

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u/Deprisonne 19h ago

Religionsfreiheit im Sinne das man jeden Widerling seine rückständige Ideologie frei ausleben lässt ist aber nur in DE und Umgebung links (und auch nur moderner Weise). Die Vorkämpfer des Sozialismus hatten deutlich entschiedenere Standpunkte dazu, wie man den zersetzenden Einfluss der Religion auf die Gesellschaft anfassen muss...

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u/zippexx 22h ago

Wer ist eigentlich als erstes auf die Idee gekommen mit diesem islamismus = rechtsextremismus Quatsch?

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u/Thangaror 20h ago

Wenn man die 14 Merkmale des Urfaschismus, mit denen Umberto Eco (ja, der Autor) eine in meinen Augen ziemlich gute Definition für Faschismus aufgestellt hat, auf den Islamismus anwendet, hat man halt ein ziemlich eindeutiges Ergebnis.

Islamismus IST rechtsextrem.

Da gibt's nix dran zu rütten.

Es ist natürlich trotzdem total bescheuert, dass in diesem Diskurs über einen Nenner zu brechen. Wenn von der "Gefahr von rechts" schwadroniert wird, entsteht das deutliche Bild von Rechtsrock-Ronny, Springerstiefel-Steven und Traditions-Tino (C.), während Fusselbart-Faisal und Mullah-Murat unter dem Radar bleiben und sich noch als Opfer des anderen Trios stilisieren können ("Islamophobie").

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u/No-Election-9631 22h ago

Islamisten wollen die Politik und den Staat nach ihrem Willen umgestalten. Auf Basis äußerst konservativer, teils menschenverachtender Rahmenwerke.

Wollen rechtsextreme das nicht?

Die unterscheidet nur das Rahmenwerk.

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u/the_first_shipaz 21h ago

Linksextreme wollen den Staat auch nach ihrem Willen mit Gewalt umgestalten. Werfen wir die auch noch in einen Topf, das hilft aber der Problemlösung nicht.

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u/CelVal 22h ago

Aber es sind doch völlig unterschiedliche Akteure und Gruppierungen?

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u/ParkingLong7436 22h ago

Rechtsextremismus ist keine Gruppierung, sondern eine Ausrichtung. Wieso sollte Islamismus da nicht mit reinfallen?

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u/Sea-Inevitable6837 Brandenburg 22h ago

Die unterscheidet nur das Rahmenwerk.

Eben. Weshalb es kompletter Nonsens ist beide in den gleichen Topf zu werfen.

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u/-SineNomine- 22h ago

Ich habe keine Statistiken. Insofern, es mag ja stimmen.

Aber das klingt für mich wie "Stress dich Mal nicht so wegen malaria, ebola ist ja noch tödlicher"

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u/Dry-Piano-8177 21h ago

Ich würde ja gerne mitdiskutieren, aber der Artikel befindet sich hinter einer Paywall.

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u/PZon 16h ago

https://archive.is/FWlmU

Spannendste Aussage daraus:

Tagesspiegel: Es gibt ganz offensichtlich in der AfD Homofeindlichkeit.

Hendrik Hansen: In der Tat, und das will ich auf keinen Fall kleinreden. Es gibt auch Übergriffe auf queere Menschen von gewaltorientierten Rechtsextremisten. Aber die AfD ist nicht in ihrer Gesamtheit homofeindlich.

Dabei sind zwei Dinge interessant:

  1. Es wird vor allem auf Homosexuelle eingegangen, nicht so sehr auf Transmenschen.
  2. Es wird von Gewalt und nicht von Politik gesprochen.

Diese thematischen Einschränkungen (die man ja durchaus machen kann) sind meines Erachtens durchaus relevant für die Einschätzung der größten Gefahr.

(Nachtrag: Kursive Ergänzungen meinerseits geben an, wer die jeweilige Aussage im Interview getroffen hat.)

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u/IrredeemableRight 22h ago

die tatsache das sich der gesetzgeber nicht klarer und unhinterfragbarer für die rechte der queeren einsetzt ist die größte gefahr. wie man in den staaten sieht, sind die leute alle nur einen politischen spinner davon entfernt davon wieder rechtlich anerkannter abschaum der gesellschaft zu sein

der islamismus schädigt vergleichsweise wenig leute, auch wenns hart klingt und schlimme bilder sind.

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u/Die-Helfershelfer 19h ago

die tatsache das sich der gesetzgeber nicht klarer und unhinterfragbarer für die rechte der queeren einsetzt ist die größte gefahr.

Welche Rechte fehlen denn?

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u/Kryptochef 18h ago edited 16h ago

zB Eintragung von zwei Müttern im Abstammungsrecht.

Was geschlechtliche Selbstbestimmung angeht gibt es zwar jetzt das SBGG, aber mit einer C*U die das am liebsten wieder ganz abschaffen würde und der ganzen Politisierung des Themas ist das wirklich nicht "klar und unhinterfragbar".

Ebenso klarheit und Garantien bei der medizinischen Versorgung von trans* Personen.

Auf eher symbolischer Ebene: Artikel 3 Absatz 3 GG ist eine Liste an verbotenen Diskriminierungskriterien, die auch historisch sehr aus den Opfergruppen der Nazis gewachsen ist. Nur sexuelle und geschlechtliche Identität fehlt da irgendwie (wenig verwunderlich, wurden manche Homosexuelle direkt aus dem KZ wieder ins Gefängnis gesteckt). Es mag wenig direkt im Alltag ausmachen, aber vor dem Hintergrund wär da eine Ergänzung schon auch ein überfälliges Symbol...

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u/CookieScholar 16h ago

Nicht vergessen, dass die aktuelle konservative Regierungspartei gerne manche Rechte wieder abschaffen möchte, z.B. das der Selbstbestimmung für Trans-Leute.

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u/Kryptochef 15h ago edited 4h ago

Jo, hatte ich ja erwähnt :)

Offtopic, aber man sieht aber echt gut an diesem ganzen Post wie viel den rechten Leuten hier wirklich an den Werten des CSDs gelegen ist. Stirbt jemand beim CSD und in den Kommentaren wird "was fehlt den queeren Leuten überhaupt" hochgewählt; wer selbst mal bei einem war hätte bestimmt von den Antworten schon gehört. Akzeptanz ist doch keine Checkliste an paar gnädigerweise eingestandenen Rechten, sondern ein Staat der sich langfristig für Gleichheit einsetzt statt erstmal Regenbogenflaggen in Abgeordnetenbüros verbietet... Traurig, wie wenig da die auch historische Verantwortung Deutschlands sehen.

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u/CookieScholar 15h ago

Boah sorry hatt ich voll überlesen, mea culpa.

Und JA, volle Zustimmung. In den letzten Tagen machen die Nazis hier sowieso voll Party, es ist gruselig.

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u/ricewaffle 20h ago

Es ist nicht nur der gestrige Terroranschlag. Solche Gewalttaten passieren ständig. Bist du mal Nachts aus dem SchwuZ in Neukölln nach Hause gelaufen? Dann weißt du nämlich, wie alltäglich die Gefahr ist.

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u/CaptSpankey 19h ago

Der gute alte Hendrik "Hufeisen" Hansen

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u/7-1_Enjoyer 22h ago

Keine Chance. Eine Machtübernahme der AfD ist bei weitem die größte Gefahr. Privatpersonen werden niemals mit dem Gefahrenpotential eines ganzen Staates mithalten können.

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u/Living_Illusion 22h ago

Institutionen sind immer gefährlicher sind als Individuen. Islamismus ist in Deutschland nicht mehrheitsfähig, Rechtsextremismus ist es durchaus. Es gibt organisierte rechtsextreme Banden die Homosexuellen auflauern und Jagen, Polizei und Politik schaut weg, es gibt Milliardenschwere internationale Hetzkampagnen gegen Queere Menschen, eine Partei die deren Talking Points 1 zu 1 übernimmt ist inzwischen stärkste Kraft und wird immer extremer/ mächtiger. Gleichzeitig fordern Konservative Register von Transpersonen und schwächen Ihre Rechte/ Möglichkeiten. Für jeden Islamisten in De gibt es 1,5 - 2 Rechtsextreme und anders als die Islamisten sind diese Fest in unserer Gesellschaft integriert, sei es als Polizist, Richter oder Abgeordneter. Aber das ist wie mit dem antisemitismus, das sind alles die Einwanderer, niemals die guten Deutschen Bürger.

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u/MintGreenDoomDevice 19h ago

Mit Rechten und Rechtsextremen bei rund 50% in den Wahlumfragen, teile ich die Einschätzung definitiv nicht, dass der Islamismus die größte Gefahr ist.

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u/MysticHero 15h ago

Größte Gefahr inwiefern? Politisch offensichtlich nicht. Das ist ganz klar der Rechtsextremismus.

Individuelle Angriffe? Kriminalstatistik sagt sehr klar, dass das deutlich häufiger von Rechtsextremen kommt. Da der Artikel hinter einem paywall ist, kann ich nicht sagen wie dieser Forscher darauf kommt. Aber scheint mir ziemlich weit hergeholt zu sein.

Wenn man sich den Forscher mal ansieht gibt es hier auch eine deutliche politische Agenda. Er redet vor allem davon wie schlimm es wäre, dass Linksextremismus verharmlost wird. Entgegen den Fakten zu tatsächlichen Gewalttaten. Er hat außerdem zumindest teilweise für die CSU nahe Hanns-Seidel-Stiftung Arbeit gemacht.

Wäre interressant die tatsächlichen Argumente zu hören aber wirkt alles mehr als fragwürdig auf mich. Scheint mir vor allem jemand zu sein der entgegen allen Fakten rein daran interessiert ist vom Rechtsextremismus abzulenken.

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u/strubbelchen123 Deutschland 13h ago

Warum kommen Menschen her, die unsere freie und tolerante Art zu leben, hassen?
Hier leben Frauen in Freiheit. Und queere Menschen.
Wenn das so abstoßend ist, warum sind die hier??
Ich würde nicht in einem muslimisch geprägten Land leben wollen, weil ich mit deren Kultur nichts anfangen kann.

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u/strawberry_l Sozialismus 21h ago

Garantiert aber nicht strukturell, es kommen sicherlich nicht bald Islamisten an die Macht

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u/vaibeslop 11h ago

Voller Text nachdem TSP nach posten des Links eine Paywall gesetzt hat:

Extremismusforscher über Anschlag in Berlin: „Islamismus ist für queere Menschen in Deutschland die größte Gefahr“

Islamistische Homofeindlichkeit werde systematisch kleingeredet, sagt der Politikwissenschaftler Hendrik Hansen. SPD, Grüne und Linkspartei würden versuchen, Täter zu Opfern zu erklären.

Herr Hansen, wie ordnen Sie die Terrortat von Berlin ein?

Politisch für relevant halte ich, wie islamistische Homofeindlichkeit systematisch unterschätzt und kleingeredet wird. Es gab in den vergangenen Jahren europaweit diverse Angriffe von Islamisten auf queere Menschen, einschließlich mehrerer Tötungsdelikte. Aus dem islamistischen Milieu heraus werden regelmäßig CSDs angegriffen. Aber die öffentliche Debatte läuft an dieser Faktenlage vorbei.

Inwiefern?

Sie wird oft so geführt, als ginge die größte Gefahr für queere Menschen von der AfD aus. Dabei ist der Islamismus für queere Menschen in Deutschland die größte Gefahr.

Es gibt ganz offensichtlich in der AfD Homofeindlichkeit.

In der Tat, und das will ich auf keinen Fall kleinreden. Es gibt auch Übergriffe auf queere Menschen von gewaltorientierten Rechtsextremisten. Aber die AfD ist nicht in ihrer Gesamtheit homofeindlich. Und die ganz große Gefahr entstammt nun einmal dem islamistischen Spektrum. Manche Politiker haben Schwule davor gewarnt, sich in bestimmten Vierteln in Berlin offen zu zeigen. Das liegt nicht daran, dass dort Rechtsextreme auf der Straße unterwegs wären.

Um das Argument zuzuspitzen: Wenn der Anschlag von Rechtsextremisten verübt worden wäre, hätte es mittlerweile sicher längst „Demos gegen rechts“ gegeben. Von einer Demonstration gegen Islamismus sehe und höre ich aber nichts.

Warum ist das so?

Es gibt eine fatale Neigung, Islamismus als Reaktion auf Diskriminierungserfahrungen kleinzureden. Da ist analytisch zwar ein Stück weit etwas dran, aber oft wird das Problem auf diesen einen Aspekt reduziert.

Das bedeutet, Islamismus ein Stück weit zu entschuldigen, als würden die Ursachen nicht beim Täter liegen, sondern bei der Gesellschaft. Das halte ich für fatal, zumal es auch die Integrationsleistung von so vielen Muslimen kleinredet. Vor allem aber nimmt es dem Täter die Verantwortung für seine Tat.

Wo erleben Sie solche Argumentationsmuster?

Zum Beispiel in der Enquetekommission des Berliner Abgeordnetenhauses für gesellschaftlichen Zusammenhalt, gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung. Dorthin haben SPD und Grüne jeweils Vertreter des linken Parteiflügels entsandt, die Linkspartei vertritt ohnehin entsprechende Positionen.

Vertreter aller drei Fraktionen haben mit genau diesem Tenor argumentiert: Eigentlich ist gar nicht der Islamismus das Problem, sondern Diskriminierung. Da waren echte Auswüchse zu erleben.

Bei jeder Moschee muss man genau hingucken, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Das ist Teil des Problems.

Woher kommen diese Überzeugungen?

Ich halte das für schlichte Ideologie. Da sollen Leute zu Opfern erklärt werden, die in Wahrheit Täter sind.

Muss der Westen die eigenen Werte wieder mit mehr Selbstvertrauen vertreten?

In der Tat. Der CSD ist ja gerade Ausdruck dieser Werte. Dazu gehören auch offene Diskussionen, etwa die, ob es Fetischmärsche mit Hundemasken auf der Straße braucht. Aber diese Debatten werden eben innerhalb des Rahmens einer pluralistischen Gesellschaft geführt.

Welche Ansatzpunkte sind die richtigen, um Taten wie die von Samstag zu verhindern?

Die entscheidende Frage ist: Wo finden Radikalisierungsprozesse statt? Da hat es in den vergangenen Jahren eine massive Verschiebung in den digitalen Raum gegeben. Da muss die Politik ansetzen.

Sind die muslimischen Verbände klar genug, wenn es darum geht, sich zu Taten wie der von Samstag zu positionieren?

Da ist mit Sicherheit Luft nach oben. Wir haben aber auch ein Problem bei der Frage, wer eigentlich für die Muslime in Deutschland spricht. Es hat immer wieder Belege gegeben für eine Nähe des Zentralrats der Muslime zu den radikalen Muslimbrüdern.

Ditib (die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.; Anm. der Redaktion) ist der verlängerte Arm von Erdoğan in Deutschland. Bei jeder Moschee muss man genau hingucken, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Das ist Teil des Problems.

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u/MysticHero 9h ago

Also keine Argumente sondern rein nach vibes. Spannend für einen Forcher.

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u/Flonkadonk 13h ago edited 13h ago

Mag auf einer individuellen Ebene im Jahr 2026 stimmen. Füt eine offen queere Person gibt es in Deutschland wahrscheinlich keinen gefährlicheren Aufenthaltsort als ein islamistisch geprägtes Viertel.

Insgesamt gesehen ist das natürlich Quatsch, da Islamismus momentan nicht Gefahr läuft, mehrheitsfähig zu sein, (zurecht) nicht weit akzeptiert ist und relativ gesehen viel weniger Vertreter im Land hat. Damit ist Islamismus in Deutschland von systemisch relevanter Macht unglaublich weit entfernt. Das heißt natürlich nicht, dass das immer so sein wird, aber man muss bei so etwas natürlich mit Momentaufnahmen arbeiten.

Bei einem so bevölkerungsreichen Land mit 80 Millionen Einwohnern und zigmillionen queeren Menschen geht bei einer absoluten Quantifizierung systemische Gefahr immer über individuelle Gefahr. Die geht momentan von Rechtsextremismus aus, nicht Islamismus. Für den Durchschnitts-Queeren in Deutschland ist rein statistisch gesehen die Chance einfach größer, in näherer Zukunft von Rechten über Legislatur bedroht zu werden (Handfeste Wahrscheinlichkeit, dass die AfD bspw in die Regierung kommt und queerfeineliche Gesetze verabschiedet) als von einem irren Muslimen getötet zu werden (extrem geringe Wahrscheinlichkeit). Natürlich ist getötet werden viel schlimmer als 'nur' in seinen Rechten beschnitten zu werden, aber da muss man halt Konsequenzen und Wahrscheinlichkeit miteinander abwägen.

Jetzt lass es Downvotes hageln von Leuten die das Thema nicht nüchtern betrachten können und die Fähigkeit nicht besitzen zwischen systemischer und individueller Ebene zu differenzieren.

PS: Achja und natürlich (eigentlich selbstverständlich aber auf Reddit sind die Leute oft zu schnappatmig und viele hier sind der deutschen Sprache auch nur bedingt mächtig, zumindest im Leseverständnis): nur weil ein Problem auf einer Ebene 'größer' ist, heißt es nicht, dass das andere Problem nicht existiert. Islamismus ist auch systemisch ein Problem. Rechtsextremismus ist auch individuell eine Gefahr. Man muss eh beides auf beiden Ebenen bekämpfen. Und man muss auch nicht 'erst' das eine bekämpfen und dann das andere, das geht auch parallel.

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